Social Media – teile mit mehr Liebe ;-)

- zuletzt aktualisiert am 27. September 2016

Mit dem Schreiben von so einem Blogeintrag bist du mitunter ganz schön lange beschäftigt. Zwei, drei Stunden inklusive Recherche, Fotografieren und Bildbearbeitung sind keine Seltenheit. Und ist das Prachtstück dann endlich veröffentlicht, kannst du ja eigentlich deinen „Blogger-Feierabend“ genießen und dich entspannt zurücklehnen, während die Leserscharen anrücken.

Denkste. Da war ja noch was.

Die Welt muss ja schließlich überhaupt erst einmal darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass es einen neuen Post gibt, sonst hat’s sich was mit den Heerscharen der Leser.
Mit dem Veröffentlichen eines Beitrags ist die Arbeit also noch lange nicht fertig, ein ganz wichtiger Teil folgt erst jetzt: das Teilen.

Wie kannst du einen Beitrag verbreiten?

Mundpropaganda im Bekanntenkreis oder das manuelle Verlinken in einschlägigen Foren wie dem BlogBoard sind die eine Möglichkeit.

Daneben bieten dir die Wunderwerke der modernen Technik :o) aber noch einige Wege, wie du deine Artikel vollautomatisiert unters Volk bringst:

RSS-Feed

Die einfachste Möglichkeit ist das Anbieten eines RSS-Feeds.
Den können sich deine Leser abonnieren, beispielsweise über Feedly.

WordPress und Blogger generieren von Hause aus einen RSS-Feed, der beim Veröffentlichen eines Beitrags automatisch entsprechende Benachrichtigungen versendet.
Hier musst du also nichts weiter tun, außer den RSS-Button gut sichtbar in dein Blog einzubinden.

Mail-Abonnement

Alternativ zu einem RSS-Feed kannst du deine Leser auch per Mail über neue Beiträge informieren. Das WordPress-Plugin Jetpack bietet beispielsweise eine solche Funktion an – aber Vorsicht, aufgrund der Datenschutz-Bestimmungen ist WordPress in Deutschland mit Vorsicht zu genießen. Sobald du einen Artikel veröffentlichst, wird eine Mail-Benachrichtigung herausgeschickt.

Eine Zeitlang habe ich das hier im Blogdings so angeboten und tatsächlich haben auch einige Leser dieses Feature genutzt (du auch?). Allerdings war ich mit der Lösung nicht wirklich zufrieden. Denn: wir alle wissen, wie schnell man von einer Emailflut genervt ist. Und wenn in einem Blog fast täglich ein neuer Beitrag online geht… was eine Mail pro Tag bedeutet… puh.  Mir würde das allzu bald auf den Senkel gehen, egal wie toll ich ein Blog eigentlich finde.

Besser, allerdings auch aufwändiger für dich als Blogger, ist da eine Alternative:

Newsletter

Mit Hilfe von Tools wie MailChimp kannst du einen Newsletter versenden – so oft du möchtest. Beispielsweise, sobald ein neuer Beitrag erschienen ist, oder wöchentlich, oder monatlich… hier musst du dir halt nochmal Text einfallen lassen.

Soziale Netzwerke

Ganz wichtig sind natürlich die Sozialen Netzwerke: facebook, Twitter, Pinterest, Google+ und wie sie alle heißen.

Auf facebook wartet dabei nicht nur deine eigene Fanseite, sondern auch diverse Bloggergruppen. Erfahrungsgemäß erreichst du viele Leser, wenn du deinen Beitrag beispielsweise in der Blogger Lounge mit ihren 3.400 Mitgliedern verlinkst.

Also wird schnell eine kurze Beschreibung getippt und der Link mit einem Rundumschlag in sämtlichen sozialen Netzwerken verteilt.
Noch besser: du findest ein Plugin, was dir diese Arbeit abnimmt. Das bereits erwähnte WordPress-Plugin Jetpack kann Beiträge beim Veröffentlichen automatisch an Twitter, facebook und Google+ senden. Praktisch, oder? – Wirklich? Stopp!

Warum es ungünstig ist, überall gleichzeitig zu teilen

Wenn du deinen Beitrag auf allen Kanälen gleichzeitig publik machst, verschießt du dein ganzes Pulver auf einmal.

Du erreichst damit in erster Linie  die Menschen, die genau zu diesem Zeitpunkt aktiv sind (weil ältere Beiträge logischerweise nach und nach verschütt gehen). Und, surprise surprise, oft genug sind die Leute, die deinen RSS-Feed in Feedly abonniert haben, auch Fan deiner facebook-Seite und womöglich zudem in der gleichen Bloggergruppe aktiv. Denen fliegt dein Artikellink also auf allen Kanälen gleichzeitig um die Ohren… das kann nerven.

Zudem wirkt so eine massive Linkschleuder schnell extrem lieblos hingeklatscht.
Ich bin in mehreren Bloggergruppen auf facebook und oft bekomme ich dreimal den gleichen Beitrag direkt untereinander angezeigt, weil facebook erkennt, dass da im Sekundentakt in allen Gruppen der gleiche Inhalt gelandet ist. Ich muss da leider immer gleich an eine Massenabfertigung denken. :/

Selber habe ich die Erfahrung gemacht, dass Artikel mit individuellen Teaser-Texten wesentlich besser ankommen – sie erhalten mehr Likes auf facebook, werden auf allen Kanälen häufiger aufgerufen und dann auch zahlreicher kommentiert.

Ebenso viel Herzblut, wie du in das Schreiben deines Artikels steckst, solltest du also auch in das Verbreiten des Links investieren.

Stecke ebenso viel Herzblut in das Teilen des Links wie in das Verfassen deines Artikels. Klick um zu Tweeten

Auch Google merkt es natürlich, wenn schlagartig zig Links auftauchen, deren kurze Beschreibungstexte überall gleich lauten. Ein Schelm, wer da an Spam denkt.

Zeitversetztes Teilen

Besser ist es also, zeitversetzt auf deinen Artikel aufmerksam zu machen.
Deine RSS-Abonnenten sollten den Link sofort nach dem Veröffentlichen erhalten.  Auf der facebook-Seite darf er beispielsweise eine Stunde später erscheinen, Twitter erfährt abends davon und immer samstags nimmst du dir die Zeit, einige deiner besten Fotos auf Pinterest zu verlinken.

Auf diese Weise erreichst du mehr Menschen und jemand, der den Eintrag auf facebook vielleicht mittwochs wegen Zeitmangel „überscrollt“ hat, freut sich dann am Wochenende, wenn er dem Link woanders noch einmal begegnet.

Die Krux daran: das ist verflucht aufwendig.

Zum einen schreibst du idealerweise verschiedene Beschreibungstexte für die einzelnen Kanäle und beachtest deren jeweiligen Besonderheiten: auf Twitter hast du nur wenige Zeichen zur Verfügung, auf Google+ kannst du mit fetter und schräger Schrift arbeiten, facebook mag Vorschaubilder, …

Dann musst du natürlich auch einfach daran denken, die ganzen Kanäle zu bespielen. Ich gebe es zu – ich bin jemand von der „Aus den Augen, aus dem Sinn“-Fraktion. Wenn ich morgens einen Beitrag getippt habe, vergesse ich es oft, ihn dann später noch zu twittern.

Tools, die dir beim intelligenten Teilen helfen: Social Media Management

Die gute Nachricht ist: dieses Problem haben schon etliche Menschen vor uns erkannt und haben Software entwickelt, die beim Teilen hilft. Damit lassen sich alle Kanäle gleichzeitig verwalten, die einzelnen Posts können für bestimmte Veröffentlichungsdaten geplant werden, und auswerten kann man den Spaß dann auch noch.

Social Media Management heißt das Zauberwort.

HootSuite - Social Media Management

HootSuite – Social Media Management

HootSuite ist einer der bekanntesten Anbieter.

Fazit

Nach dem Veröffentlichen deines Beitrags solltest du dir ausreichend Zeit nehmen, um ihn auf ansprechende Weise über die verschiedenen Kanäle zu teilen.
Sieh das Teilen nicht als unliebsames Anhängsel, sondern als einen wichtigen Bestandteil deines Workflows an.

Wie verbreitest du neue Beiträge?
Nutzt du ein bestimmtes Plugin oder Tool?
Welche Erfahrungen hast du gemacht?

    Kommentare

  1. Katii am 4. Juni 2014 um 17:07:

    Obwohl ich deinen Blog abonniert habe, komme ich fast immer durch die Blogger Lounge hierher 🙂
    Und ups- genau 5 Minuten bevor ich diesen Post gelesen hab, hab ich brav gleichzeitig auf allen Plattformen meinen neuen Beitrag geteilt.. hätt ich mir sparen sollen 😀
    Vielen Dank für die tollen Beiträge- die sind immer so hilfreich, super aufgearbeitet & schön dargestellt!

    Alles Liebe, Katii

  2. Gwen am 4. Juni 2014 um 17:12:

    Danke für den Beitrag. Hootsuite werde ich mir mal ansehen. Ich mache es aktuell so, dass ich den Link zum Beitrag immer gleich mit twittere, habe aber auch des öfteren schon gedacht dass das vielleicht nicht so schlau ist. Auf Bloglovin ist der Artikel ja dann auch gleich online. Das mit den Facebookgruppen vernachlässige ich leider oft.

    • Anne am 4. Juni 2014 um 21:28:

      Ja, Bloglovin‘ greift ja auch auf den RSS-Feed zu.

      Bei den facebook-Gruppen versuche ich auch, ein bisschen abzuwechseln und nicht jeden Beitrag in allen Gruppen zu teilen… aber so ein wirkliches Konzept habe ich da noch nicht für mich gefunden, das mache ich mehr so nach Gusto.

  3. Aki am 4. Juni 2014 um 20:16:

    Auf deinen Bericht über HootSuite bin ich sehr gespannt – ich habe eine Weile auch fleißig überall gleichzeitig geteilt und auch jetzt sendet mein Blog noch an die fb-Seite und die wiederum an Twitter. Und manchmal gehe ich mir damit selbst auf die Nerven. 😉 Da wäre so ein Manager ganz sinnvoll..

    • Anne am 4. Juni 2014 um 21:29:

      Dieses automatische Teilen und Versenden an andere Dienste habe ich auch mal eine Zeitlang genutzt… ich weiß gar nicht mehr, mit welchen Tools das war. Auf jeden Fall ist es irgendwann ziemlich kompliziert geworden und plötzlich wurde zum Beispiel jeder Tweet mit gleich zwei verschiedenen Kurz-URLs geteilt, die aber beide zum gleichen Beitrag führten… bis ich da mal herausgefunden hatte, über welche Ecken das passiert war… ^^

  4. Leeri am 4. Juni 2014 um 22:59:

    Toller Beitrag….ich bin gespannt auf HootSuite 🙂
    Ich lasse Jetpack den Post nach dem Veröffentlichen auch erstmal an alles senden: FB, Twitter, G+…und meistens einen Tag später poste ich nochmal in den Bloggergruppen und wenn ich dran denke, teile ich ihn bei FB und Twitter nochmal ^^

  5. Sissy am 5. Juni 2014 um 8:03:

    Auf die Idee, dass es besser ist die Links zeitversetzt zu posten bin ich ja noch nie gekommen. Dabei ist es total logisch xD Danke für den informativen Post, du machst das echt toll.

  6. Ilona von denkARTig am 5. Juni 2014 um 10:28:

    Das Bekanntmachen ist wohl einer der Dinge die am meisten Geduld und Disziplin fordert. Besonders wenn man gerade dabei ist, sowie ich, einen neuen Blog unter das Volk zu bringen. Über Teil-Tools habe ich schon einiges gelesen. Positives und negatives . Habe es selbst noch nicht verwendet. Schätze aber einfach mal, das die richtige Nutzung den Erfolg bringt. Wie bei allen Dingen eben. 😉

  7. Moni (Penny Lane) am 5. Juni 2014 um 10:42:

    Guter und hilfreicher Beitrag! Und diese Hoot Suite hört sich sehr interessant an…

  8. Zara-Janina am 5. Juni 2014 um 11:20:

    Bin schon gespannt auf den Artikel über HootSuite. Habe mich mal aus Neugierde bei Buffer registriert, es aber letztendlich nie genutzt.

    Da sich in den meisten Bloggergruppen auf Facebook ohnehin die selben Personen befinden, teile ich meistens (wenn die Zeit es zulässt) in einer Gruppe und einen bis zwei Tage später in der anderen.

  9. Ilona von denkARTig am 6. Juni 2014 um 7:20:

    Bin gerade dabei HootSuite zutesten. Kann es sein das die Funktion für Facebookseiten kostenpflichtig ist? Wenn ja, bin ich raus. 😉

  10. shalely am 7. Juni 2014 um 4:13:

    Huhuuu!
    Ein wirklich toller Post. Auf Hootsuite werde ich mich auch gleich mal umgucken. Bin gespannt, was du noch darüber berichtest.

    Viele Grüße

  11. Babs am 7. Juni 2014 um 11:04:

    Hey,

    Wirklich interessant geschrieben und regt auch zum nachdenken an!!
    Hootsuit kenne. Ich, hab ich mal genutzt bevor die besch… 5 Kanal Beschränkung kam. Da habe ich das Proggi wirklich geliebt! Aber mittlerweile ist es sowas von eingeschränkt worden, dass mir der Spaß am Benutzen verloren ging. Bin aber trotzdem mal gespannt, was Du dazu schreibst.

    Liebe Grüße
    Babs

  12. […] ein paar Tagen hatte ich ja in dem Beitrag über das Teilen deiner Bloglinks versprochen, das Tool Hootsuite näher vorzustellen. Los […]

  13. […] Ziegenkäsecreme, Ina hat Erdbeerkuchen gezaubert und Anne erklärt uns, warum wir mit mehr Liebe teilen […]

  14. Andreas am 2. August 2014 um 13:35:

    Toller Beitrag von Dir, da bringst du mich auf eine Idee. Ich sollte meine Artikel auch auf diese Weise public machen um mehr User zu bekommen. Ich bin mir nicht sicher was besser ist: Einen Link zum Artikel im Blog teilen oder eine Bild direkt zum Teilen freigeben. Glaube auf Links wird nicht so gerne geklickt in Socialnetworks? Wie siehst du das Anne?

    Gruss Andreas

  15. […] posten. Wie du stattdessen vernünftig auf deinen Blog aufmerksam machst, habe ich in dem Artikel “Teile mit mehr Liebe ;-)” […]

  16. Miri am 28. September 2014 um 23:17:

    Danke für den informativen Beitrag. Auf die Idee meine Beiträge über Blogger-Facebookgruppen zu teilen, kam ich noch gar nicht. Hab mich gleich mal bei „The Blogger Lounge“ angemeldet und meinen letzten Beitrag geteilt. Bin gespannt, ob sich dadurch der ein oder andere Leser auf mein Blog verirrt. Ich würde mich über mehr Leser auf jeden Fall freuen!

    Viele Grüße,
    Miri

  17. Thomas am 30. September 2014 um 19:25:

    So, jetzt habe ich auch endlich den Weg zu Hootsuite gefunden. Ich hab bisher auch den Fehler gemacht, alles auf einmal in die Social Media Kanäle zu werfen.

    Hm, lohnt sich der kostenpflichtige Account dort? Ich meine, zwei Kanäle ist ein wenig knapp. Zwei FB-Seiten, 2 FB Gruppen plus dem privaten FB-Account und Twitter, da kommt doch einiges zusammen.

    Nur, fast 15 EUR im Monat ist auch nicht wenig Geld.

    LG Thomas

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