Kaputte Verlinkungen entdecken & beseitigen

Kaputte Links entdecken & beseitigen

- zuletzt aktualisiert am 30. Dezember 2016

Auf einen Link zu klicken und im Nirvana oder bei einer schnöden 404er-Seite zu landen, mag niemand. Daher ist es sinnvoll, dass du deinen Blog von Zeit zu Zeit auf kaputte Verlinkungen hin überprüfst.
In diesem Tutorial erfährst du, wie tote Links entstehen, wie du sie aufspüren kannst (wenn du WordPress’ler bist, mit einem schicken Plugin, ansonsten über eine Webseite) und wie du ihnen für den Fall der Fälle am besten mit einer eigenen 404er-Fehlerseite begegnest.

Wie entstehen kaputte Links eigentlich?

Tote Links können auf ganz verschiedene Arten zustande kommen, beispielsweise:

  • In der URL hat sich ein Tippfehler eingeschlichen. Mein persönlicher Klassiker: im Chrome eine URL kopieren, bei WordPress einfügen und dann fehlt das http:// davor, das Chrome beim Kopieren nämlich verschluckt. 🙂
  • Du hast in einem Artikel oder Kommentar auf eine externe (Unter-)Seite verlinkt, die es mittlerweile nicht mehr gibt.
  • Du hast einen internen Link gesetzt und die betreffende Seite oder das Foto in der Zwischenzeit gelöscht oder umbenannt.
  • Kommentatoren haben eine URL angegeben, die mittlerweile nicht mehr existiert.

Kaputte Links in WordPress finden

Für WordPress gibt es ein nützliches Plugin, das solche kaputten Verlinkungen aufspürt: den Broken Link Checker.

Nach dem Installieren scannt das Plugin automatisch erstmal all deine Blogseiten und gibt dir dann eine Rückmeldung. Hier auf neontrauma.de hat es 2146 eindeutige URLs in 3232 Links entdeckt, von denen 146 fehlerhaft waren.

In der Übersicht sieht man, ob es sich um einen Link auf eine Seite oder ein Bild handelt, und natürlich, in welchem Beitrag der Link entdeckt wurde und auf was er zeigt:

Kaputte Links in WordPress finden: Broken Link Checker

Von dieser Übersicht aus kannst du entweder direkt die Verlinkung selber bearbeiten (wenn du beispielsweise einen simplen Tippfehler entdeckt hast) oder sie einfach löschen: dann bleibt nur noch der Linktext stehen, ohne aber verlinkt zu werden.
Darüber hinaus kannst du den Link auch als „nicht fehlerhaft“ markieren oder ihn auf Ignorieren setzen.

Standardmäßig werden kaputte Links innerhalb der Beiträge übrigens als durchgestrichen gekennzeichnet – das finde ich nun nicht so pralle, weil es die Leser meiner Meinung nach eher verwirrt. Dieses Verhalten kannst du aber über ein Häkchen abschalten.
Auch mittlerweile entfernte Links kannst du, wenn du möchtest, über das Plugin als solche kennzeichnen lassen.

In den Einstellungen des Plugins lässt sich Einiges festlegen: etwa, wie oft der Blog überprüft werden soll und ob du eine Benachrichtigung per Mail erhalten möchtest, sobald ein toter Link entdeckt wurde. Auch die Typen der zu überprüfenden URLs kannst duhier spezifizieren.

Der Broken Link Checker ist also auf jede Fälle ein nützliches Tool! 🙂

Für Blogger und sonstige Seiten

Zumindest aufspüren lassen sich tote Verlinkungen mit Hilfe der Webseite brokenlinkcheck.com. Auch hier erhältst du eine Auflistung der fehlerhaften Links sowie ihrer Quellen.

Für den Fall der Fälle: eine schicke 404er-Seite

Immer kann man einen fehlerhaften Link leider nicht verhindern. Lass deine Leser dann zumindest nicht auf eine 08/15-Fehlerseite auflaufen, sondern passe diese an dein Blogdesign an.

Was sollte nun auf so einer Seite stehen? – Ein schnödes „Seite nicht gefunden“ hilft dem Leser schließlich nicht weiter. Entschuldige dich bei ihm für die Umstände! Gib ihm ein Suchformular an die Hand, damit er zumindest nach einem entsprechenden Stichwort suchen kann.
Vielleicht hast du auch eine Erklärung dafür, warum der Link ins Leere geführt hat? Beispielsweise, weil du mit deinem Blog kürzlich umgezogen bist?

WordPress leitet kaputte Verlinkungen innerhalb des eigenen Blogs automatisch auf eine 404er-Seite um. Deren Ausgabe kannst du beeinflussen, indem du in deinem Theme ein Template namens 404.php anlegst (am einfachsten, indem du die single.php kopierst).
Hier habe ich ein Tutorial für Blogger gefunden: 404-Fehlerseite anpassen

Überprüfst du deine Links regelmäßig? Und wenn ja, wie viel findest du da so? 🙂

    Kommentare

  1. Maik am 21. November 2013 um 16:11:

    Ich überprüfe meine Links regelmäßig und habe es auch gerade getan, da dein Artikel hier mich dazu veranlasst hat… 6 fehlerhafte Links waren es dieses Mal 🙂

  2. Missi am 21. November 2013 um 16:45:

    Habe gleich mal das Plugin installiert und tatsächlich nur EINEN fehlerhaften Link gefunden. Yay 🙂

  3. Anne am 21. November 2013 um 16:51:

    Cool, dass es bei euch nur so wenige waren. 🙂
    Bei mir kamen viele tote Links von Kommentatoren, deren Blog mittlerweile eine andere URL hat (die Kommentare sind teilweise ja 5 Jahre alt) und dadurch, dass ich vor einiger Zeit mit blacklive.de ja ein Projekt von mir eingestellt habe, auf das ich oft verlinkt hatte.

  4. Yasemin104 am 21. November 2013 um 17:02:

    Bin auch grad dabei 😀 🙂

  5. sabrina am 22. November 2013 um 12:54:

    oh da muss ich auch mal schauen. ich ahne aber böses XD na wetten? ich sag über 50 fehlerhafte lol

  6. Caro am 25. November 2013 um 12:12:

    Wow, ich liebe die Reihe jetzt schon! Hab leider kaum noch freien Speicherplatz auf meinem Sevrer, sodass ich das Plugin wohl erst installieren kann, wenn ich mal ordentlich aufgeräumt habe. Aber ich speicher mir das auf jedenfall ab! Absolut klasse!

  7. Aki am 5. Dezember 2013 um 17:30:

    Ich hab probiert und kam auf sagenhafte 120 fehlerhafte Links. 90% von Kommentaren, da es die Blogs nicht mehr gibt oder ähnliches; der Rest von Links auf Beiträge, die mittlerweile privat geschaltet sind. Noch bin ich am Reparieren.. |D

  8. Lydia am 4. Juli 2014 um 9:13:

    Schöner und vor allem nützlicher Beitrag! Wir alle kennen die Probleme mit den „Dead ends“, wie ich sie so gerne nenne. 🙂 Wäre wahrscheinlich gar nicht erst darauf gekommen, einfach mal nach einem Plugin dafür zu suchen.

    Vielen Dank für den Tipp!

    LG Lydia 🙂

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