Wie weit darf Fotobearbeitung gehen?

- zuletzt aktualisiert am 11. Oktober 2016

Thomas hat drüben im Reisen-Fotografie-Blog eine verdammt spannende Frage aufgeworfen, die er zum Anlass für eine Blogparade genommen hat: wie weit darf Fotobearbeitung gehen? Wo beginnt die Manipulation, ab wann ist eine Aufnahme nicht mehr authentisch?

Ein Foto ist immer subjektiv.

Ganz grundsätzlich bildet kein Foto die Wirklichkeit ganz und gar unverfälscht ab. Auch ohne Filter oder wegretuschierte Elemente zeigt eine Fotografie immer nur einen Ausschnitt aus der Realität – und zwar genau so, wie ihn der Fotograf im Moment der Aufnahme bewusst oder unbewusst gewählt hat. Der Bildrand verschweigt immer einen gewissen Rest der Geschichte. Genau den, den der Fotograf für unwichtig befunden hat.

Auch die Aufteilung einer Aufnahme bestimmt, wie eine Szenerie wirkt, Stichwort Goldener Schnitt & Co. Überspitzt gesagt: ein Pferd in der Mitte einer Wiese? Langweilige Pampa. Ein Pferd im linken Drittel des Bildes? Was für eine harmonische und idyllische Szene!

Wenn ich ein Bild aufnehme, entscheide ich mich immer für eine bestimmte Perspektive, aus der ich fotografiere. Du hast das vielleicht selber schon einmal ausprobiert, dich für eine Aufnahme auf den Boden zu legen und aus der Froschperspektive nach oben zu fotografieren. Plötzlich sieht alles anders aus – ist aber genauso echt und wirklich wie ein im Stehen aufgenommenes Bild. Was ist authentischer?

Lost Places - Immerath

Besonders deutlich wird es, wenn du mit Offenblende fotografierst und dadurch mit dem Schärfeverlauf spielst. Der Punkt, auf den du fokussierst, wird scharf dargestellt, während der Hintergrund in Unschärfe verschwimmt. Dieser berühmte Bokeh-Effekt – er ist das fotografische Stilmittel schlechthin, um dem Betrachter klarzumachen, auf was du seine Aufmerksamkeit lenken möchtest. Ist das noch die unverfälschte Wirklichkeit, die wir da abbilden?

Auch Schwarz-Weiß wirft diese Frage auf. Im Zeitalter der digitalen Fotografie sind SW-Bilder fast immer das Resultat einer Bildbearbeitung. Spiegeln sie durch so eine bewusste Manipulation der Farben überhaupt noch die Realität wider? Oder ist das jetzt Kunst? – Und wäre der Charakter des Fotos ein anderer, wenn es von vornherein auf einem SW-Film aufgenommen worden wäre?

Sportfotografie - S/W

Unsere Augen sind außerdem viel anpassungsfähiger als eine Kamera. Stell dir vor, du stehst in einem mäßig hellen Raum und draußen scheint die Sonne. Wenn du jetzt ein Foto machst, sieht entweder die Welt vor dem Fenster „normal“ aus, während das Zimmer viel zu dunkel ist, oder umgekehrt – auf dem Foto sind die Möbel ganz normal zu erkennen, aber das Fenster ist nur ein gleißend weißes Rechteck. Welches der beiden Bilder ist „richtiger“?

Strandfotos aus Holland - Zoutelande

Natürlich spielt auch die Leistungsfähigkeit einer Kamera eine Rolle. Ein Beispiel dafür ist etwa die Verzerrung am Bildrand – die ist je nach Objektiv ausgeprägter. Bei Handyaufnahmen sieht man das oft ganz gut, wenn Personen am Bildrand irgendwie seltsam flach und deformiert wirken. Klar, man betrachtet das Bild an und korrigiert die Szene im Kopf. Haben wir damit jetzt trotzdem noch die Realität dokumentiert?

Nicht zuletzt erlebt jeder von uns die Wirklichkeit zudem ein bisschen anders und ein Foto ist unweigerlich geprägt davon, wie wir persönlich die Welt wahrnehmen.
Sehr deutlich wird das, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist und jeder fotografiert. Einige Aufnahmen werden sich am Ende des Tages ähneln, aber es gibt immer wieder dieses „Boah, wieso habe ich das nicht gesehen?!“ oder „Auf deinen Fotos wirkt das ja ganz anders als auf meinen!“.

Es gibt also eine ganze Reihe an Faktoren, wieso eine Fotografie ohnehin nie völlig objektiv sein kann, auch ohne bewusste Bildbearbeitung.

Ein Foto sagt nicht länger die Wahrheit. Es schlägt nur eine Möglichkeit vor.
photokina 2000

Fotoretusche

Digitale Fotobearbeitung als Chance

Ich find’s immer wieder unglaublich faszinierend, welche Möglichkeiten sich in der Bildbearbeitung bieten. Und vor allem in der digitalen Bildbearbeitung – klar, Fotoretusche ist beinahe so alt wie die Fotografie selbst. Aber in analogen Zeiten war das furchtbar umständlich und ließ sich halt auch nicht mehr mit [Strg] + [Z] einfach so schnell wieder rückgängig machen.

Photoshop & Co. hingegen laden ja geradezu dazu ein, unendlich viele Varianten auszuloten und herauszufinden, wie man in einem Foto seine ganz eigene Wahrnehmung der Welt weiter herausarbeiten kann.

Bildretusche

Bearbeite ich meine Aufnahmen?

Ja.
Mein typischer Workflow sieht so aus: ich fotografiere im RAW-Format, importiere die Bilder von der Speicherkarte in Lightroom und nehme dort erste Korrekturen vor, danach folgt das Feintuning in Photoshop.

Je nach Motiv nehme ich gerne eine oder mehrere der folgenden Anpassungen vor:

  • Bildausschnitt
  • Justieren der Tiefen und Lichter (zu dunkle Bereiche helle ich gezielt auf, ohne gleich das ganze Foto überzubelichten)
  • Luminanz einzelner Farben – bei Landschaftsaufnahmen dunkle ich zum Beispiel das Blau gerne etwas ab, damit der Himmel kräftiger wirkt
  • Farbtemperatur / Fotofilter
  • Vignettierung ( = leichtes Abdunkeln in den Bildecken)
  • Nachschärfen
  • Herausretuschieren einzelner Elemente (Mülleimer, Pickel & Co.)

Adieu, störende Bildelemente

Ganz besonders liebe ich den Bereichsreperatur-Stempel in Photoshop! 😀

Ein Klassiker: der Beste und ich waren vor einiger Zeit in Ulm und haben uns als gute Touristen natürlich auch das Ulmer Münster angesehen. Während der Beste nur einen kurzen Blick hineinwarf und sich mit einem „Uff, ganz schön voll…“ wieder nach draußen begab, blieb ich ein Weilchen länger zum Fotografieren.

Wieder daheim, schauten wir uns irgendwann meine fertige Fotostrecke des Ausflugs an. Auch ein paar Innenaufnahmen aus der Kirche waren dabei… und der Beste runzelte irritiert die Stirn: „Hä? Wo sind denn die ganzen Touristen hin?“ Tja… 😀

Ein ähnliches Beispiel: im Juni war ich in Prag und habe natürlich auch ein paar Aufnahmen von der berühmten Karlsbrücke mit ihren Heiligenstatuen gemacht. Da es eigentlich ein Businesstrip war und ich mit Kollegen unterwegs war, hatte ich nicht endlos viel Zeit zum Fotografieren und musste quasi im Vorübergehen auf den Auslöser drücken. Und da standen dann halt dauernd irgendwelche Touristen und posierten vor den Statuen… narf. Also los, Photoshop:

Bildretusche - Karlsbrücke in Prag

Gibt es für mich NoGos bei der Bildbearbeitung?

Portraitaufnahmen retuschiere ich meist nur sehr leicht. Hier achte ich darauf, einfach die Schokoladenseite eines Menschen zu zeigen bzw. zu betonen.

Bei Kleinigkeiten helfe ich der Realität gern mal etwas auf die Sprünge: niemand möchte dank der Hochzeitsbilder sein ganzes Leben lang daran erinnert werden, dass just an dem Tag ein roter Pickel am Hals prangte. Glänzende Hautstellen auf der Nase retuschiere ich ebenso weg wie ein Stückchen Petersilie zwischen den Zähnen. 😉
Ich hatte auch schon mal den Fall, dass ich mehrere Gruppenbilder mit ca. zwanzig Leuten aufgenommen hatte – und irgendjemand hatte immer die Augen zu. Gnah! Da hab ich dann halt beherzt zur digitalen Schere gegriffen und ein Gesicht aus dem einen Foto ausgeschnitten und im anderen eingefügt.

Was für mich allerdings gar nicht in die Tüte kommt, sind Retuschen à la „kannst du mich auf dem Foto bitte dünner machen?“, weil dieses ganze Body Shaming etwas ist, was ich nicht noch weiter unterstützen möchte.

Die Grenze liegt für mich in der Frage, „Hätte es heute so gewesen sein können?“.

Wie weit darf Fotobearbeitung gehen? #fotografie Klick um zu Tweeten

In Sachen störender Bildelemente bin ich da nicht so zimperlich. 😀
Mir geht es in der Regel mehr darum, ein ansprechendes, „schönes“ Bild zu kreieren, als die schnöde Realität 1:1 abzubilden.
Ja, mag sein, dass gleich neben dem barocken Schlossportal ein Mülleimer steht. Gleich nicht mehr. 😉 Und dass die Farben in Wirklichkeit vielleicht nicht ganz so bonbonmäßig waren – wen interessiert’s, wenn sie die Atmosphäre des Fotos doch so viel besser unterstreichen?

Hier mal ein Beispiel aus Köln. Vom Eingang eines Messegebäudes aus habe ich den Blick über die Hohenzollernbrücke zum Kölner Dom hin aufgenommen. Im Original ist das ein relativ belangloses Bild, aber ich wusste, dass sich aus der Perspektive und dem Licht in den Wolken mehr machen lässt… ta-daa:

Bildretusche: Kölner Dom

Wie siehst du das?

Bearbeitest du deine Fotos nach? Welche Korrekturen nimmst du gerne vor? Gibt es dabei für dich Grenzen?

Noch bis zum 28. August läuft die Blogparade von Thomas – hier findest du alle Infos sowie die Beiträge der anderen Teilnehmer. 🙂

    Kommentare

  1. Jenny am 20. August 2016 um 16:16:

    Also ich helle maximal meine Bilder etwas nach. Grenzwerten wird es für mich, wenn z.B. bei Foodpics das Essen neu eingefärbt wird und es nicht mehr der Wahrheit entspricht.
    Bei also z.B. die Karotten Suppe ist eigentlich blass orange und daraus wird ein richtig krasses orange gemacht.
    Wenn jemand das Rezept nachkocht und es nicht ansatzweise mit dem Bild übereinstimmt finde ich es sehr schade.
    LG Jenny

    • Anne am 21. August 2016 um 8:54:

      Hallo Jenny,

      puh, ja – da sagst du was Wahres. Bei Foodfotos achte ich auch darauf, dass es noch natürlich aussieht. So etwas wie Schlagschatten unter dem Teller helle ich schon mal auf, oder entferne Kleckse von der Unterlage (ich altes Matschekind 😀 ), aber letztlich gilt auch da für mich – „hätte es so aussehen können?“.

      Liebe Grüße
      Anne

  2. Tabea am 20. August 2016 um 18:16:

    Super, dass du es noch geschafft hast, diesen genialen Beitrag zu schreiben 🙂

    Wichtig finde ich vor allem, was du gleich zu Beginn erwähnst: Bilder verschweigen immer alles, was der Fotograf nicht mit abgebildet hat. Und auch Schärfe und Perspektive sind tolle Punkte – irgendwie sind das ja die Punkte, die immer in Fotografietipps auftauchen, eben weil sie so entscheidend für die Wirkung sind.
    Auch der Aspekt mit der Technik ist interessant – das eben entweder ein Bereich oder der andere zu dunkel ist, hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Für mich war da immer das Foto „echter“ auf dem das korrekt belichtet ist, was ich zeigen wollte – aber das ist ja eine völlig subjektive Entscheidung.

    Mit irgendwem, der auch gern fotografiert würde ich gern mal eine Weile die gleichen Motive ablichten… die Auswertung wäre sicher spannend, so wie du das beschreibst 😉

    Deine Bearbeitunsroutine klingt für mich sehr gut 🙂 Luminanz einzelner Farben war für mich nie ein Thema – ich weiß nämlich nicht, wie und ob das mit Gimp geht. Eine Vignettierung verwende ich nie, da ich die irgendwie nie so präsent habe als Möglichkeit – aber eigentlich sollte ich da vielleicht öfter mal drüber nachdenken.

    Deine Fähigkeiten beim Retuschieren beeindrucken mich total!! Ich könnte das nie m Leben so genau… wie lange brauchst du, um einen einzelnen Touristen „auszulöschen“?

    Die Frage, die du als Grenze formulierst, finde ich spitze! So sehe ich das nämlich auch.

    Liebe Grüße

    • Anne am 21. August 2016 um 8:52:

      Hej Tabea,

      yeah, dein Beitrag hat mir die Blogparade ja erst wieder ins Gedächtnis gerufen, nachdem ich ja eigentlich schon vor Wochen teilnehmen wollte. 😀

      Das wäre bestimmt spannend, wenn wir mal zusammen eine Fototour machen würden. Vielleicht ergibt sich das ja mal, ich würde mich freuen, dich mal kennenzulernen. 🙂

      Mhh, mit Gimp kenne ich mich leider so gar nicht aus. :/ Ich glaube, man kann die Farben vertauschen, darüber könntest du ein etwas dunkleres Blau versuchen.

      Photoshop macht es einem beim Wegretuschieren mittlerweile echt einfach. 😀 In 90% der Fälle reicht es tatsächlich, mit dem Retuschestempel über den gewünschten Bereich zu fahren und Photoshop berechnet von selbst, wie der Hintergrund aussehen muss. Nur ab und an muss man da mal von Hand nacharbeiten, damit die Strukturen passen. Von daher ist das tatsächlich eine Sache von Augenblicken. 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

  3. Thomas am 20. August 2016 um 18:24:

    Hi Anne,

    das freut mich riesig, dass ich Dich mit der Blogparade zu diesem tollen Beitrag motivieren konnte.

    Und ich stimme Dir auch noch in allen Dingen zu. Dazu kommt ja, dass Deine Bilder Dir recht geben, sie sind immer wunderschön anzusehen und wirklich fein bearbeitet.

    Ich selber halte mich ja bei Reiseberichten oft ein wenig zurück, da ich anderen Reisenden gerne zeigen möchte, was sie an dem Ort erwartet. Aber wehe, ich mache einen Bericht übers Fotografieren, dann wird auch schön bearbeitet, bis mir das Bild gefällt.

    LG Thomas

    • Anne am 21. August 2016 um 8:48:

      Hallo Thomas,

      aww, dankeschön für die Blumen! 🙂

      Ja, drüben auf vom-landleben.de stelle ich ja auch Ausflugsziele vor und habe mich gefragt, inwieweit es vertretbar ist, Mülleimer, Werbeplakate und Konsorten herauszuretuschieren. Witzigerweise hat sich im Gespräch mit Freunden ergeben, dass die meisten gar nicht auf solche Details achten – nur als Fotograf hat man da einfach einen anderen Blick drauf. Sprich, die meisten Leute sehen ein idyllisches Foto, fahren hin und sehen eine idyllische Szene – und die Mülleimer fallen ihnen dabei gar nicht als störend auf.
      Wirklich krasse Manipulationen würde ich in solchen Berichten allerdings auch nicht vornehmen; ich würde also keine Hochhäuser verschwinden lassen oder dergleichen. 😉

      Liebe Grüße
      Anne

  4. Wie weit darf Fotobearbeitung gehen? am 20. August 2016 um 18:27:

    […] Wie weit darf Fotobearbeitung gehen? Anne von Neontrauma […]

  5. FashionqueensDiary am 21. August 2016 um 22:35:

    Ich finde, der Ursprung sollte erhalten bleiben – dies vor allem bei Personen-Fotografien. Hat jemand einen Makel wie Muttermale oder ähnliches, gehört es zu dieser Person und sollte auch dort bleiben. Auch „dünner machen, Beine länger o.ä.“ geht für mich gar nicht.
    Bei Landschaftsaufnahmen kann von mir aus ein wenig „gezaubert“ werden, wobei es in meinen Augen auch ziemliche „Veräppelung“ ist, wenn es auf Insta gepostet wird. Geht es um einen Werbeproskt o.ä. finde ich es ok… Also meine Meinung ist da durchaus zwiegespalten 😀

    • Anne am 22. August 2016 um 6:16:

      Mh, findest du, dass Muttermale ein Makel sind? Für mich gehören die halt einfach dazu und sind nichts Störendes. 🙂

  6. Paleica am 22. August 2016 um 8:13:

    mein beitrag zu dem thema kommt auch demnächst 🙂 der bereichsreparaturpinsel ist ein traum, hehe. dem stimme ich absolut zu. obwohl meine PS-kenntnisse leider sehr lahm sind und die ergebnisse deswegen leider nicht so gut wie ich mir das wünschen würde. im großen und ganzen bin ich denke ich deiner meinung ^.^

  7. […] Zum Artikel von Anne: https://neontrauma.de/fotografie-bildbearbeitung/fotobearbeitung-wie-weit.php […]

  8. Monatsrückblick Juli und August - Habutschu! am 31. August 2016 um 7:26:

    […] Lisa hat ein richtig geniales Motiv gefunden: ein verlassenes Schwimmbad. Und Anne hat über ihr Verständnis von Fotobearbeitung gesprochen – mein Lieblingsbeitrag zur Blogparade „Wie weit darf Fotobearbeitung […]

  9. Konzertheld am 3. September 2016 um 4:39:

    „Hätte es so sein können“ ist eine wunderbare Devise. Ich bearbeite deutlich weniger als du und bin auch kein Freund davon, aber mit dem Motto kann ich mich anfreunden. Was einem auffällt ist auch ein guter Punkt – stehe ich in echt vor einem Motiv, fallen mir Mülleimer nicht auf, auf einem Foto nehmen sie aber halt möglicherweise einen unberechtigt großen Teil der Szenerie ein.

  10. analogMensch am 1. Oktober 2016 um 22:56:

    Ich muss sagen, ich mache fast nichts an den Bildern! Meistens sogar gar nichts.
    Meine Kamera steht auf RAW+L, sprich parallel zum RAW noch große JPGs in 24Mpx. Hat den Vorteil, dass ich mal schnell was auf’s Handy hauen und raus schicken kann.

    Ich versuche mir beim Bilder machen wirklich Zeit zu nehmen, damit das Motiv auch etwas wird. Heißt, seit Jahren nur noch manueller Modus, und solange sich nicht gerade all zu viel bewegt auch manueller Fokus.
    Da bekommt man irgendwann wirklich ein Auge dafür, wie man es gerne hätte, und ich kann die Bilder einfach nehmen wie sie sind.

    Alles was ich nachher am Rechner noch machen muss ist, die Bilder auf 1800×1200 zu skalieren!

  11. Wolkenfotografie | vom Landleben am 15. Oktober 2016 um 18:06:

    […] finde ich. Es ist ja noch nicht lange her, dass ich drüben im Blogdings darüber geschrieben habe, wie viel Bildbearbeitung für mich eigentlich okay ist. Im Falle von Wolken arbeite ich da gerne schon während der Aufnahme mit einem unglaublichen […]

  12. Jenni am 21. Oktober 2016 um 16:25:

    Liebe Anne!

    Mir geht es da ähnlich wie dir: Ich finde, Fotos haben immer auch einen künstlerischen Anspruch (jedenfalls bei mir). Wenn ich Fotos mache, dann schaue ich nach dem perfekten Winkel, nach dem perfekten Licht – und das schon in der Aufnahmesituation. Ich stelle und verschiebe die Realität also schon da.
    In der Nachbearbeitung passe ich dann natürlich nochmals an, mache es für den Betrachter noch schöner, auf dem Bild zu verweilen. Dabei übertreibe ich (hoffentlich – ich stehe da noch ganz am Anfang und lese unter anderem deswegen fleißig bei dir mit) es in der Regel nicht und finde deine Regel „Hätte es so sein können?“ eine gute Orientierung, um Grenzbereiche auszuloten. Auf der anderen Seite: Gerade pralle Farben, gerade tolle Sättigung macht manchmal die ganz eigene, surreale Stimmung bei tollen Bildern aus – ich denke, das ist auch eine große Geschmacks- und nicht zuletzt Verwendungszweckssache.

    Ich muss wirklich noch einmal durch dein Archiv stöbern – da habe ich noch den ein oder anderen spannenden Artikel von dir entdeckt gehabt… 😉

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Anne am 24. Oktober 2016 um 6:30:

      Hallo Jenni,

      stimmt, manchmal darf es auch der Griff tief in die Effekte-Kiste sein. Gerade bei Instagram übertreibe ich es da auch gerne mal mit dem Kitschfaktor. 😉

      Viel Spaß beim Lesen hier! 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

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