So zeigst du einen Cookie-Hinweis an

- zuletzt aktualisiert am 26. September 2016

Was auf deutschsprachigen Seiten bis vor kurzem eher die Ausnahme war, begegnet einem nun auf fast jedem Blog: eine Leiste am oberen Seitenrand, die auf den Hinweis von Cookies hinweist. Als Leser kann man die entweder ignorieren oder einmal sein Okay geben, damit der Hinweis künftig nicht mehr angezeigt wird.

Der Cookie-Hinweis, den Blogger seit August 2015 anzeigt

Der Cookie-Hinweis, den Blogger seit August 2015 einblendet

Blogger zeigt diesen Cookie-Hinweis seit Anfang August standardmäßig auf allen Blogs an, während du WordPress dafür mit einem Plugin aufrüsten kannst.

Alldieweil diese Leiste von Hause aus nun nicht gerade eine Augenweide ist, verrate ich dir ein paar Tutorials, wie du den Cookie-Hinweis stylen und an dein Bloglayout anpassen kannst.
Vorher gehe ich aber nochmal kurz drauf ein, was es mit diesen Cookies überhaupt auf sich hat.

Was sind Cookies eigentlich?

… diesmal leider nichts zu essen.

Mhh... Cookies!

Mhh… Cookies!

Vielmehr sind Cookies in diesem Falle kleine Textdateien, die beim Aufrufen einer Webseite in deinem Browserverzeichnis abgelegt werden. Wenn du die Seite später erneut aufrufst, findet sie das Cookie und kann dich somit wiedererkennen. Auf die Weise kannst du zum Beispiel mit deinem Account eingeloggt bleiben.

Das heißt also, du hinterlässt in der Regel auf allen Webseiten, die du aufrufst, eine gewisse Spur. Entweder bekommst du von ihr gar nichts mit oder sie macht dir dir – beispielsweise im Falle der besagten Logins – das Leben im Internet etwas einfacher.

Ich gehe an dieser Stelle mal bewusst nicht auf die ganzen datenschutzrechtlichen Diskussionen und die Möglichkeit zum Unterbinden von Cookies ein, weil das hier den Rahmen sprengen würde.
Nur soviel: Cookies sind nichts Schlimmes. Du verkaufst also weder deine Seele, noch geht von Cookies irgendeine Gefahr für deinen Rechner aus.

Und wofür nun dieser Hinweis?

Google selber sagt dazu:

Die Gesetze der Europäischen Union (EU) verlangen, dass Sie EU-Besucher über die in Ihrem Blog verwendeten Cookies informieren. In vielen Fällen verlangen diese Gesetze sogar, dass Sie sich eine entsprechende Zustimmung einholen.

Als Entgegenkommen haben wir in Ihrem Blog einen Hinweis eingefügt, der Ihnen helfen soll, diese rechtlichen Bestimmungen einzuhalten. Der Hinweis informiert Besucher über von Google verwendete Blogger- und Google-Cookies in Ihrem Blog, einschließlich Cookies für Google Analytics und AdSense.

Quelle

Das Verwenden von Cookies ist zwar schon seit Jahren gang und gäbe und in den Datenschutzerklärungen wird ja auch schon seit Längerem genau aufgeführt, welche Cookies jemand speichert. Aber etliche Länder gehen jetzt noch einen Schritt weiter und verlangen, dass die Benutzer einer Seite dem Speichern von Cookies aktiv zustimmen müssen.

Da Cookies aber nunmal sowieso gleich beim Seitenaufruf gespeichert werden, ist diese Zustimmung meiner Meinung nach ein wenig Augenwischerei.
Im Cookie-Hinweistext heißt es denn ja auch:

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet.

Also „friss oder stirb“ – egal ob du nun auf „Ok“ klickst oder nicht, die Cookies werden so oder so abgelegt. Die einzige Auswirkung ist, dass der Hinweis dann nicht mehr angezeigt wird… deine Zustimmung wird nämlich, oh Wunder, in einem Cookie gespeichert. 😀

Noch gibt es in Deutschland kein entsprechendes Gesetz. Um sich aber von vornherein abzusichern, verlangt Google seit Ende Juli von allen, die auf ihrer Seite AdSense, DoubleClick for Publishers oder DoubleClick Ad Exchange verwenden, einen entsprechenden Hinweis einzubinden. (Dass Google Analytics hier fehlt, wundert mich ja ein wenig, aber nun gut.)

Ein ausführlicher Bericht über die rechtlichen Hintergründe findet sich bei der Rechtsanwaltskanzlei Schwenke: Google macht Cookie-Hinweis zur Pflicht

Wie kann ich so einen Cookie-Hinweis einbauen?

Du bist also auf jeden Fall auf der sicheren Seite, wenn du einen solchen Hinweis anzeigst.

Die Cookie-Leiste bei Blogger stylen

Wie gesagt, bei Blogger erscheint diese Leiste mittlerweile automatisch, du musst sie nicht erst einbauen.

Von Hause aus kommt sie in einem frischen Steingrau 😉 daher, was recht bescheiden aussieht. Jana von lichtkonfetti hat ein schönes Tutorial verfasst, wie du sie aufhübschen kannst: Cookie-Hinweis gestalten

wordpress.com: Cookie-Hinweis via Widget

Für Blogs, die auf wordpress.com liegen, gibt es ein entsprechendes Widget. Hier kannst du grundlegende Einstellungen vornehmen, beispielsweise den Text ändern oder das Farbschema von „hell“ auf „dunkel“ umschalten.

wordpress.com: Cookie-Banner

Wie genau du das Widget einbaust, kannst du hier nachlesen: EU Cookie Law Widget

Selbstgehostetes WordPress: einen Cookie-Hinweis einbauen und stylen

Wie du siehst, blende auch ich hier im Blogdings eine solchen Cookie-Leiste ein. Du findest sie am unteren Seitenrand:

Cookie-Hinweis bei WordPress

Dafür setze ich das Plugin Cookie Notice ein. Hier kann man nämlich so gut wie alles individuell einstellen – ich wollte nicht den langweiligen Standardtext verwenden und natürlich soll die Leiste auch zum restlichen Layout passen.

Die Konfiguration ist ziemlich selbsterklärend:

Das WordPress-Plugin "Cookie Notice" lässt sich leicht konfigurieren

Das WordPress-Plugin „Cookie Notice“ lässt sich leicht konfigurieren

Neben diesen Basics kannst du zudem festlegen, ob die Leiste am oberen oder unteren Seitenrand erscheinen soll, welche Hintergrundfarbe sie nutzen soll und wie die Buttons aussehen sollen.

Sofern du darüber hinaus gehende Änderungswünsche hast, kannst du natürlich einfach deine CSS-Datei erweitern.

So zeigst du einen #Cookie-Hinweis bei #WordPress an: Klick um zu Tweeten

Fazit

In einigen EU-Ländern ist es bereits vorgeschrieben, dass Webseitenbesucher dem Speichern von Cookies aktiv zustimmen müssen. Auch wenn es in Deutschland noch kein entsprechendes Gesetz gibt, bist du mit dem Anzeigen eines Cookie-Hinweises auf der sicheren Seite.

Während Blogger diese Cookie-Leiste seit August automatisch anzeigt, stellt wordpress.com ein entsprechendes Widget bereit. Für selbstgehostete WordPress-Blogs gibt es verschiedene Plugins, die du an dein Blog anpassen kannst.

Blendest du bei dir schon einen Cookie-Hinweis ein?

    Kommentare

  1. Miss Achtung am 20. August 2015 um 23:04:

    Ich muss zugeben, dass mich diese Leisten sehr stören. Auf nahezu jedem Blog, den ich besucht habe, war so eine Leiste oder gleich ein ganzes Pop-Up. Die Leisten sind meistens alles andere als dezent. Am schlimmsten ist es, wenn man – so wie ich grad – einen Blog über bloglovin liest, wo oben ohnehin schon eine Leiste ist (die man allerdings deaktivieren könnte) und die Cookie Leiste noch mehr Platz wegnimmt. Bei meinem kleinen Laptopbildschirm ist das wirklich störend. Es macht mich echt fertig. Auch wenn ich weiß, dass es irgendwie notwendig ist.
    Aber grad deswegen ist dein Blogpost sehr hilfreich. So schaffen es manche vielleicht die Leisten nicht so prominent wirken zu lassen. 🙂 Und ich komme wohl auch nicht drum rum.

  2. Electrofairy am 20. August 2015 um 23:09:

    Vielen Dank für die Anleitung und den Hinweis auf das WordPress Plugin. Das habe ich jetzt auch mal direkt installiert. Ich bin über deinen tollen Banner bei Twitter hier her gelangt 😀

  3. Caro am 21. August 2015 um 5:33:

    Wie passend – habe vorgestern gerade ein Plugin für dir Cookie-Anzeige installiert. Werde mir das von dir vorgestellte auch noch ansehen, je mehr Anpassungsoptionen desto besser 🙂

    LG Caro

  4. Jana am 21. August 2015 um 7:39:

    Schöner Artikel und vielen Dank fürs Verlinken! 🙂 Hab deinen Artikel bei mir auch nochmal erwähnt!

    Liebe Grüße ♥

  5. Lisa am 21. August 2015 um 7:59:

    Danke für deinen Beitrag, das war wirklich hilfreich!

  6. Sumi am 21. August 2015 um 11:18:

    Danke für den Tipp! Es geht mir zwar wie Miss Achtung, und mich nerven die Dinge sehr, aber sicher ist sicher.

  7. Uschi aus Aachen am 21. August 2015 um 12:37:

    Ich nutze in meinem WordPress-Blog das Plugin „WF Cookie Consent“, das funktioniert offenbar sehr, sehr ähnlich wie das von Dir beschriebene. Damit kann ich jedenfalls leben, weil schön dezent. Diese Drama-Leiste bei Blogspot ist ja eine Zumutung!

  8. Danny am 21. August 2015 um 14:44:

    Hahaha, das Foto von den Plätzchen – der Knaller 😀

  9. Sarah Böcker am 22. August 2015 um 19:04:

    Hallo Anne,
    vielen Dank für das tolle Tutorial. Es hat mir sehr geholfen! 🙂
    LG, Sarah

  10. Thomas am 22. August 2015 um 22:01:

    Ich habe es bei mir auch drinnen, seit ein paar Tagen. Dabei nutze ich gar keinen der genannten Dienste. Aber auch ich wunderte mich schon, das Google Analytics gar nicht von Google genannt wird. Irgendwie siegte bei mir der vorauseilende Gehorsam.

    Generell finde ich solche Dinge eher nervig. Vor allem frage ich mich, wie soll das in Zukunft weitergehen? Cookie-Hinweis, danach dann das Impressum als PopUp und die Datenschutzerklärung, welche man am besten per digitaler Signatur bestätigen muss – dann kommt man zur eigentlichen Seite – wo dann aber erst mal die PopUps für den Newsletter, Facebook, Twitter usw. folgen (jaja, ich ziehe mich daran hoch) – und nach 10 Minuten darf man dann den Inhalt der Seite auch mal lesen?

    LG Thomas

  11. Erst die Cookiehinweise - was kommt noch? am 22. August 2015 um 23:15:

    […] Mehr zu dem Thema, dem Warum und Wieso und Tipps wie man so einen Hinweis einbaut und stylen kann, findet ihr auf dem tollen Blog von Neotrauma. […]

  12. Daniele am 23. August 2015 um 10:12:

    Hallo,
    sehr guter Beitrag. Ich habe auf meinen Seiten die Cookies Infos noch nicht eingebaut und wehre mich noch etwas dagegen, da der deutsche Gesetzgeber dies nicht vorschreibt. Nur Adsense Betreiber müssten auf Druck von Google und EU diese Cookie Hinweis einbauen (so war mein Wissensstand bisher).
    Viele Grüße,
    Daniele

  13. Verena am 23. August 2015 um 10:34:

    mich stören diese Hinweise immer sehr, daher habe ich bei mir noch keinen Hinweis. Aber mal schauen, ich werd das Plugin mal installieren.

  14. Simon am 23. August 2015 um 11:02:

    Ich habe bislang noch keinen Hinweis zur Cookie-Nutzung in meinem Blog eingebunden. Ich nutze eigentlich nur Google Analytics und keine der genannten Dienste.

    Ich bin ehrlich gesagt etwas verwirrt und finde die Leisten auch wirklich nicht schön, aber ich denke ich werde eine solche Leiste am unteren Bildschirmrand anbringen.

    Bin langsam wie Thomas gespannt was noch alles kommen soll.

    LG
    Simon

  15. Kate Rebel am 23. August 2015 um 11:49:

    Also ich hab mir jetzt für WordPress zwar auch mal ein Plugin runtergelassen, aber ich muss auch sagen, dass mich diese Hinweise unfassbar nerven…Ich bin zwar auch ein Fan von Datenschutz und so was, aber gleich so ein fettes und dramatisches Banner über die halbe Seite zu klatschen finde ich wirklich übertrieben 😀 Aber vielleicht entwickeln da ein paar findige ITler noch eine schmucke Lösung dafür… 🙂

  16. arne am 23. August 2015 um 21:00:

    Ich finde diese Leisten auch echt nervig.
    So lange das noch keine Pflicht ist, kommt mir davon auch keine auf meine Seite.
    Alle Welt redet von Usability und das man es dem Leser möglichst angenehm und einfach machen soll, knallt sich dann aber diese Dinger auf die Seite, obwohl es dafür keinen Anlass gibt, solange man keinen der davon betroffenen Dienste nutzt.

  17. Kai am 24. August 2015 um 15:26:

    Sehe ich genauso wie Arne. Solange es keine Pflicht ist, werde ich bei mir ebenfalls so eine Leiste nicht einbauen. Toller Artikel übrigens. Ich mag deinen Blog sehr, da du über so viele verschiedene Themen immer schreibst 🙂 Weiter so!

  18. Chris am 25. August 2015 um 12:26:

    Hey vielen Dank für den hilfreichen Artikel. Du hast mir wirklich sehr geholfen das bei mir auch schnell und unkompliziert einzurichten 🙂

    Werde mir die Tage deinen Blog mal genauer ansehen ob neben den Keksen noch etwas spannendes zu finden ist!

    Gruß,
    Chris

    • Anne am 26. August 2015 um 6:32:

      Hallo Chris,

      gerne – freut mich, wenn ich dir mit dem Beitrag weiterhelfen konnte!
      Viel Spaß beim weiteren Stöbern. 🙂

  19. […] alles nennenswerte zum Thema Cookie zusammen getragen hat.  Sie beschreibt im Beitrag „Der Cookie-Hinweis für deinen Blog“ gleich noch mit wie der Hinweis in einen Blog eingebaut wird. Da ich hier nicht nochmal das […]

  20. Pascal am 9. September 2015 um 10:37:

    Hilfreicher Beitrag. Habe mir direkt mal das Plugin installiert. 🙂

  21. […] es bei mir hier auf absehbare Zeit nicht geben. Es ist einfach lächerlich. Zwar gibt es (danke an neontrauma für den Hinweis) mittlerweile Plugins wie Cookie Notice für WordPress, mit dem sich so ein […]

  22. OscarTheFish(p@k) am 25. November 2015 um 9:03:

    KEKSE! Krümelmonster!
    Internetrechtlich ist Deutschland etwas kritisch zu werten. Nur weil kein Gesetz (bislang) existiert, das ausdrücklich vorschreibt, eine solche Abfrage zu implementieren, kann es zu datenschutzrechlichen Problemen kommen. Katalysiert wird dies durch die deutsche Rechtsprechung, die bezüglich Internetrecht doch regelmäßig Stilblüten eröffnet. Systemisch ist dies wohl dadurch bedingt, dass reine Theoretiker (Juristen) sich auch um (technisch) Praktisches bemüht sehen, aber davon letztendlich eher rudimentäre Ahnung (als reiner Nutzer) besitzen und einiges realitätsfern einschätzen.

    Der Datenschutz im Internetrecht wird sehr hoch gehängt. Dies öffnet wiederum Tore, um abgemahnt werden zu können, und beim Datenschutz wird in der Juristerei sehr einsträngig gezogen.

    Alles, was gespeichert wird, muss auch mit dem Datenschutz in Einklang sein. Da das Internet aber darauf basiert, Daten zu transportieren und verfügbar zu halten (z.B. Speicherung temporär oder permanent), begibt man sich in Deutschland mit der Vorhaltung einer eigenen Seite bei jedem Schritt auf dünnem Eis. Auch die IP-Adresse wird als persönliches Datum qualifiziert und darf eigentlich ohne Zustimmung des Inhabers gar nicht gespeichert werden, was aber der technischen Natur des Internets zutiefst widerspricht und daher als technisch notwendig gerade so geduldet wird.

    Zum Glück hat man als Netzmeister es in der Hand, Kekse zu hinterlegen oder es bleiben zu lassen. Bei Inhaltsverwaltungssystemen (CMS) es man diesenWeichwarenvorgaben meist völlig hilflos ausgesetzt, da die Vorgaben der Weichware recht starr sind. Aber ohne Schuutzbrille-Analyticks [sic] wird es schwer möglich sein, im Vorbeigehen, mit wildfremdromantischen Menschen ein Geschäft zu realisieren. Hier handelt Schuutzbrille (Vorsicht versteckte Wortspiele) richtig deutsch vorauseilend Gehorsam (allerdings stecken diese auch maßgeblich haftend in der Mitverantwortung!).

    Diese kurze Abhandlung stammt aus dem juristischen Laiensystem und soll so auch angesehen und behandelt werden!

    Hätte ich mehr Muße, hätte ich dieses kleine Gesellenstück gern als lyrische Einheit im Sinne eines Gedichtes vertextet. Sehen Sie mir das bitte nach!

    Grüßend verbleibend.

    OscarTheFish(p@k)

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