{Bloggerview} Ulli von purplemint

Heute darf ich die liebe Ulli von purplemint.de zu einer weiteren Runde der Bloggerviews begrüßen! 🙂

Stell dich und deinen Blog doch mal kurz vor!

Moin & hallo zusammen! Mein Name ist Ulrike (oder kurz einfach Ulli, aber bitte mit doppel-L), ich bin 88er-Jahrgang und wohne im schönen Ostfriesland. Das ist das platte Land mit den vielen Kühen. Und ich wohne wirklich auf dem Land. Hier gibt es nicht einmal DSL. Das hält mich aber nicht davon ab, den größten Teil meiner freien Zeit im Internet zu verbringen (LTE sei Dank).

Mein Blog purplemint.de ist seit Ende September 2014 online und ist eher ein Mixblog mit einer Tendenz zu Design- und Kreativthemen. Es gibt ab und an etwas Privates (in Form des Monatsrückblicks z.B.) oder einen Einblick in mein Memorybook oder das Project Life Album. Und natürlich Printables für Planer (Filofax, Discbound, etc.) und für Project Life Karten.

Screenshot: purplemint.de

Du bist eine der Bloggerinnen, die ich schon seit Jahren lese. Deine Blognamen haben sich dabei im Laufe der Zeit einige Male geändert und auch inhaltlich hast du dabei Tabula Rasa gemacht und die alten Beiträge nicht behalten – was waren deine Beweggründe dafür?

Das ist eine gute Frage. Angefangen zu bloggen habe ich ja schon zur myblog-Zeit (da hat man auch häufiger die Namen gewechselt) und bin dann irgendwann zum eigenen Webspace gewechselt. Von herzmelodie (damals noch mit cutenews) zu 5hearts zu cabezudo und zurück zu 5hearts. Bis dann irgendwann purplemint entstand.

Ich muss zugeben, dass ich eher wenig Durchhaltevermögen habe, was wohl auch der Grund für Blogpausen und die Namenswechsel ist. Manchmal war Schule/Arbeit/was auch immer zu stressig oder mir fehlten die Ideen für Themen.

Meine Interessen haben sich auch geändert. Anfangs habe ich hauptsächlich privates gebloggt. Nicht ganz wie ein Tagebuch, aber viel aus dem Alltag berichtet. Das ist mir heute etwas zu privat und mein Mann möchte z.B. auf dem Blog auch nicht gerne gezeigt werden. Das respektiere ich, aber dann ist es schwierig von Unternehmungen zu berichten (ohne Fotos ist es ja langweilig).
Deswegen gehe ich immer mehr in Richtung allgemeiner Themen (Design, Filofax, Project Life, Basteln), die trotzdem mich widerspiegeln, aber nicht so viel Privates preis geben.

Was macht dir beim Bloggen am meisten Spaß? Und was ist für dich die größte Herausforderung?

Ich liebe das Netzwerken. Der Kontakt zu Gleichgesinnten macht einfach extrem viel Spaß. Sei es via facebook Message, instagram, twitter oder auch persönlich bei einem Blogger-Treffen. Man hat einfach ein gemeinsames Thema über das man sich mit Leidenschaft austauschen kann.
Auch freut es mich, wenn ich sehe, dass meine Printables genutzt werden und ich merke, dass ich anderen damit eine Freude machen kann.

Meine größte Herausforderung ist die Regelmäßigkeit.

Meine größte Herausforderung ist die Regelmäßigkeit. Ich habe Hoch- und Tiefphasen. Mal kommt 3x die Woche etwas und dann wieder 3 Wochen gar nichts. Das nervt mich selbst, aber ich habe es noch nicht geschafft, das zu ändern.

Instagram, YouTube, facebook, … du bist ja auch auf vielen Social Media-Kanälen unterwegs. Mit welchen verbringst du am meisten Zeit?

Die meiste Zeit verbringe ich wohl auf Instagram. Ich liebe es durch den Bilder-Feed zu scrollen.

An 2. Stelle steht facebook, da ich dort auch in einigen Gruppen aktiv bin und hier immer wieder interessante Fragen gestellt oder spannende Themen besprochen werden.

Twitter habe ich eine ganze Weile gar nicht benutzt, dann aber endlich wieder aus der Versenkung geholt und schaue nun auch regelmäßig rein und versuche etwas mehr oder minder „kreatives“ zu tweeten…

Du nutzt selber einen Filofax und stellst auch immer mal wieder kostenlose Printables dafür bereit. Hast du dir für die Blogplanung bestimmte Druckvorlagen gebaut? Wie organisierst du dich da?

Zu meiner Planer-Schande muss ich gestehen, dass ich meinen Blogplaner erst vor kurzem eingerichtet habe. Ich nutze dafür einen Discbound-Planer (ARC) in A5 und habe eine Monatsübersicht für die grobe Planung, sowie eine Wochenübersicht für die genauere Organisation und die to dos. Außerdem eine Jahresübersicht für die Statistik.
Die Dateien dafür stelle ich auch auf meinem Blog zur Verfügung (hier).

Für die Beitragsplanung nutze ich kleine Post-its, die ich auf der Monatsübersicht platziere. So bleibt es variabel und ich kann sie noch verschieben, wenn sich etwas ändert.

Das Prinzip finde ich aktuell ganz gut. Bei mir ändert sich das aber auch häufiger mal. 😉

Als Mediengestalterin hast du ja einen professionellen Blick auf die Gestaltung eines Blogs. Welche Layout-Trends beobachtest du momentan?

Es wird alles weißer. Früher wurde alles irgendwie mit Grafiken und Hintergrundmustern gefüllt, aber inzwischen haben die Blogger mehr Mut zum Weißraum. Das mag ich gerne und setze es auch bei mir selbst ein. Wichtig ist nur, dass man trotzdem (farbige) Akzente setzt. Sonst wird es schnell langweilig.

Inzwischen haben die Blogger mehr Mut zum Weißraum.

Außerdem nutzen viele Blog-Themes die fixierte Navigation am oberen Rand. Das ist praktisch, wenn man runter gescrollt hat, oben aber trotzdem noch die Hauptlinks zu sehen sind.

Responsive ist in dem Sinne kein Trend, sondern inzwischen fast ein Muss um gut gelesen werden zu können. Immer mehr Blogger stellen deswegen ihr Design um.

Bei dir gibt es immer mal wieder Berichte von Bloggerkonferenzen und Workshops zu lesen. Welche Termine sind als nächstes geplant?

„Bloggen mit Herz“ ist gerade erst vorbei und aktuell ist nichts Neues geplant. Ich finde es immer herrlich, wenn man nach so einer Blogveranstaltung voll frischer Ideen und neuer Motivation steckt. Das will erst mal verarbeitet werden.

Nächstes Jahr würde ich gerne mal zur BLOGST. Oder Salt and the City. Habe aber auch etwas Angst, dass mir das zu „groß“ ist. Wir werden sehen.
Ich bin aber auch immer offen für spontane Aktionen oder kleinere Treffen.

Wenn du dir selber bei deinen ersten Schritten als Blogger nochmal über die Schulter gucken könntest: welchen Ratschlag würdest du dir mit auf den Weg geben?

Von Anfang an mehr überlegen, was man von sich im Internet preis geben mag. Ich habe das Gefühl, dass insbesondere zu Beginn viele noch nicht so recht wissen, was man besser nicht veröffentlichen sollte. Ich würde z.B. niemals bekannt geben, wenn ich in den Urlaub fahre. Weder auf facebook noch auf meinem Blog. Dank Impressum ist die Adresse schnell heraus gefunden und Einbrecher hätten leichtes Spiel. Da bin ich echt vorsichtig.

Auch würde ich mir vielleicht von Anfang an mehr Gedanken über den Blognamen machen und in welche Richtung ich will. Man kann sich zwar immer neu orientieren und ausrichten, aber die Gefahr, dass man dann Leser verliert oder gar vergrault ist groß. Schöner ist es natürlich, wenn man direkt zu Beginn eine Linie hat und dieser treu bleibt. 😉

Vielen Dank für das Interview! Es hat mir Freude gemacht, die Fragen zu beantworten. 🙂

Ebenso vielen Dank für das Beantworten der Fragen! 🙂

    Kommentare

  1. INA am 16. Oktober 2015 um 14:49:

    Das ist ja toll, was du immer so für Perlen aus dem Fundus hier vorstellst. Klingt interessant für mich, nachdem ich auch so Filo-verliebt bin 😉 Ich guck mal rüber …

  2. Verena am 16. Oktober 2015 um 20:27:

    Ulli habe ich mal auf einem Forentreffen vor Eeeeewigkeiten getroffen. 😊
    Kein DSL – das ist in der heutigen Zeit ja kaum vorstellbar.

  3. Thomas am 17. Oktober 2015 um 11:32:

    Oh, eine Lieblingsbloggerin interviewt eine andere Lieblingsbloggerin von mir. Das ist mal – lesenswert! 😉

    LG Thomas

  4. […] Direkt zwei tolle Blogs aus unserem RSS-Reader kommen in einem Beitrag zusammen: Anne von Neontrauma interviewt Ulli von Purplemint […]

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