Sind Blogger glaubwürdig?

Sind Blogger glaubwürdig?

- zuletzt aktualisiert am 4. November 2016

Drüben auf I need sunshine hat Diana im Rahmen ihrer Montagsfrage das Thema Glaubwürdigkeit vs. bezahlte Beiträge aufgegriffen. Nachdem ich jetzt schon auf einigen teilnehmenden Blogs über die die entsprechenden Beiträge gestolpert bin, mag ich hier jetzt auch meinen Senf dazugeben. :o)

Was macht die Glaubwürdigkeit eines Bloggers aus? Leidet diese eurer Meinung nach durch zu viele PR-Samples, Affiliate Links und bezahlte Blogbeiträge wie z.B. Advertorials? Oder hängt euer Vertrauen in einen Blogger von ganz anderen Faktoren ab? Ist es euch egal, ob das Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt worden ist oder sinkt dadurch für euch die Glaubwürdigkeit der Review? Findet ihr PR-Samples vielleicht im Gegenteil sogar wichtig, damit ihr viele verschiedene Erfahrungsberichte zu neuen Produkten lesen könnt? Ist es aus eurer Sicht verwerflich, wenn jemand mit seinem Hobby Geld verdient? Oder findet ihr es legitim, wenn der Blogger seine Blog-Kosten z.B. durch Affiliate Links kompensieren kann? Findet ihr PR-Samples, Affiliate Links und bezahlte Blog-Beiträge okay und ab wann ist es zu viel und kratzt an der Glaubwürdigkeit eines Bloggers?

Ist es okay, mit dem Bloggen Geld zu verdienen?

Klar, für die allermeisten von uns ist das Bloggen ein liebes Hobby. Eines, in das wir mitunter verdammt viel Zeit investieren: wir überlegen uns Themen. Wir tippen die Beiträge. Wir fertigen Artikelbilder an. Wir richten den Blog ein, arbeiten am Layout, kümmern uns darum, den Blog bekannter zu machen, beantworten Kommentare und Mails, und und und. Das alles macht meistens großen Spaß, aber es bedeutet eben auch Arbeit.

Durch den Blog dann den ein oder anderen Euro zu verdienen, klingt da verlockend.
Geld verdienen kann man mit Blogs auf verschiedene Arten:

  • Du kannst Werbebanner oder -links platzieren und erhältst pro Einblendung, Klick bzw. Kauf über diesen Link oder Laufzeit eine gewisse Summe. Solche Links können in der Sidebar o. Ä. stehen oder auch in einen Beitrag eingebettet sein.
  • Einen Schritt weiter gehen gesponserte Beiträge, die einzig und allein aus Werbezwecken verfasst wurden; entweder vom Blogger selber oder sogar als „Gastbeitrag“ eines Unternehmens.
  • Und dann gibt’s da noch den Fall, dass du als Blogger kostenlos Produkte zugeschickt bekommst, damit du sie testest und darüber bloggst, teilweise mit zusätzlicher Bezahlung für den Produkttest.

Grundsätzlich finde ich es in Ordnung, wenn man mit einem Blog auch Geld verdient. Worauf es ankommt, ist die Glaubwürdigkeit und damit verbunden die Ehrlichkeit des Bloggers.

Was macht die Glaubwürdigkeit eines Blogs aus?

Die Idee hinter Produkttests ist ja, dass man Erfahrungsberichte an die Hand bekommt und sich somit vor dem Kauf über ein Produkt informieren kann. Solchen Tests sollte man im Idealfall weitaus mehr vertrauen können als irgendeiner Werbeanzeige oder dem Text des Herstellers.
Und genau darin liegt die Macht von Produkttests: die Firmen gehen damit zwar das Risiko ein, dass an ihrem Produkt öffentlich Kritik geübt wird, aber gleichzeitig wiegt ein begeisterter Testbericht weitaus mehr als die drölfzighunderste Anzeige. Weil er authentischer ist. Weil ihm die Kunden mehr Vertrauen schenken.

Vertrauen schenken – das tun die Leser einem Blog erstmal, und das zu missbrauchen, ist ein absolutes No Go. Als Leser will ich einem Blogger vertrauen können, dass er mich nicht anlügt. Dass er mir nicht vorschwindelt, eine strickbegeisterte junge Mutti zu sein, während er in Wirklichkeit ein griesgrämiger alter Sack ist, der sich seine Fotos alle aus der Google-Bildersuche zusammenklaubt. Und, etwas weniger krass: dass er etwas nicht über den grünen Klee lobt, bloß weil er Geld dafür bekommt.

Was macht die Glaubwürdigkeit eines Blogs aus? #bloggen Klick um zu Tweeten

Ich finde es vollkommen okay, wenn jemand ein Produkt vorstellt und sagt: hey, das ist klasse! Mich haben Feature x, y und z überzeugt, das kann ich empfehlen. Es soll ja durchaus vorkommen, dass man mal wirklich nichts zu meckern hat. 😉

Aber wenn jeder Test so überschwänglich ausfällt, dann werde ich irgendwann misstrauisch. Erst recht, wenn man der Wortwahl anmerkt, dass da ein Pressetext (fast) 1:1 übernommen wurde. Oder wenn der Testbericht nur aus zwei, drei Sätzen besteht – unter ausführlichem Testen verstehe ich etwas anderes. Oder wenn ein Produkt vorgestellt wird, das der Blogger gar nicht ausprobieren konnte.
Ich bekomme selber immer mal wieder Anfragen, ob ich nicht über irgendein Hotel in Hintertupfingen, ein Reiseunternehmen  oder ähnliches schreiben würde – hier der Link, Fotos finden Sie da und da, so um die 300 Worte, gerne verfasse ich den Artikel auch für Sie. Bitte? Das geht mal gar nicht. Mein Blog, meine Meinung. Und die bilde ich mir gerne selber. 🙂

Leidet die Glaubwürdigkeit unter einer Bezahlung?

Für mich spielt es keine Rolle, ob der Blogger das Produkt kostenlos erhalten hat oder vielleicht auch noch zusätzlich am Veröffentlichen des Artikels verdient. Solange ich der Meinung des Bloggers vertrauen kann und somit die Qualität des Blogs stimmt, ist alles in Butter. Ich begrüße es sogar, wenn sich das Bloggen auch hierzulande allmählich so etabliert wie etwa in den USA: da ist es gar nicht so unüblich, durchaus vom Bloggen leben zu können.

Und wenn du ohnehin über ein Produkt bloggen würdest, weil es dir gefällt, dann solltest du immer im Hinterkopf haben: das ist Werbung. Das Unternehmen verdient daran, dass du das Produkt vorstellst. Die Etats für Zeitschriftenanzeigen, Werbeplakate, Radio- oder TV-Spots sind bei größeren Firmen nicht gerade knapp bemessen – und erkundige dich doch mal bei der Zeitschrift oder der Webseite deines Vertrauens, welche Preise sie für Werbeplatzierungen verlangen. Auf brigitte.de kostet ein 300 x 250px großes Banner pro Woche je nach Themenseite zwischen 1500 und 22800 € (Quelle: brigitte.de)… da musste ich erstmal schlucken.

Kleinere Firmen oder etwa Dawanda-Shops spielen natürlich in einer ganz anderen Liga. Aber auch für die ist Werbung verdammt wichtig, und da finde ich es für beide Seiten fair, wenn der Blogger im Gegenzug für eine Vorstellung einfach das Produkt kostenlos erhält.

Nichtsdestotrotz lege ich viel Wert darauf, einen gesponsorten Artikel auch als solchen zu kennzeichnen – was übrigens auch gesetzlich vorgeschrieben ist.

Affiliate-Links

Affiliate-Links finde ich vollkommen in Ordnung. Das Prinzip dahinter ist folgendes: der Blogger verlinkt auf einen Shop und in der URL des Links wird ein Parameter mit übergeben, der dem Shop mitteilt, dass ein Kunde von diesem Blog aus hergefunden hat. Als Kunde bezahlst du dann exakt den gleichen Preis wie sonst auch, aber der Blogger erhält einen Teil des Erlöses.
Ganz bekannt ist hier zum Beispiel das Amazon-Partnerprogramm, das ich selber einsetze.

Meiner Meinung nach sind Affiliate-Links eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: der Shop bekommt für ihn relativ preiswerte Werbung, der Blogger erhält ohne nennenswerten Aufwand eine Gewinnbeteiligung, und für den Kunden ändert sich rein gar nichts. Von daher unterstütze ich Blogs oder Foren, die mir sympathisch sind, gerne auch durch einen Kauf über Affiliate-Links, wenn ich mir das Produkt ohnehin bestellen würde.

Wichtig ist natürlich, einen Affiliate-Link als solchen zu kennzeichnen.

Maach et joot, ävver nit zo off.

… weiß schon das Rheinische Grundgesetz: mach’s gut, aber nicht zu oft. 😉

Immer mal wieder eine Produktrezension einfließen zu lassen, ist meiner Meinung nach durchaus okay. Aber wenn ein Blog fast ausschließlich aus solchen Werbepostings besteht, dann wird mir das schnell zu langweilig. Das ist auch der Grund, weswegen ich keine Testblogs in meinem Feedreader zu stehen habe. Ich freue mich über entsprechende Blogeinträge, wenn ich mir etwas kaufen will und deswegen vorab nach Rezensionen google, aber alleine mit Produktreviews kann mich ein Blog nicht überzeugen.

Ebenso stört es mich nicht, wenn in der Sidebar eines Blogs verschiedene Werbebanner platziert wurden, solange sie das Gesamtbild nicht stören. Stef hat drüben auf magnoliaelectric mehr als zwanzig (!) Banner von Shops in ihrer Sidebar zu stehen. Die fügen sich vom Thema und von der Gestaltung her aber wunderbar in den Blog ein.
Knallbunte, blinkende Anzeigen oder der absolute Oberkracher in Form von PopUps gehen aber so gar nicht.

Also: sei dir bewusst, welchen Wert deine Beiträge haben, aber mach dein Blog nicht zur Litfaßsäule.

Sei dir bewusst, welchen Wert deine Beiträge haben, aber mach dein Blog nicht zur Litfaßsäule. Klick um zu Tweeten

Verdienst du mit deinem Blog Geld?
Ist Werbung auf Blogs für dich in Ordnung oder findest du, dass die Bezahlung einen Blogger unglaubwürdig macht?

    Kommentare

  1. Chrissy am 19. Oktober 2013 um 9:48:

    Ein sehr gutes Thema! Du hast auch gut die kritischen Punkte hineingebracht!

    Zu Werbebanner: „Weniger ist mehr“ – Ganz klar! Eine Webseite mit vielen Bannern, verschiedener durcheinander gewürfelt und in verschiedenen Größen, welche animiert, welche nicht – finde ich grausig. Wenn ich jetzt solch eine Werbung schalten würde, würde ich dadrauf achten, dass die Werbung an meinen Interessen anknüpft – eventuell würde ich auch schauen kleinere Unternehmungen damit zu unterstützen. Vielleicht ein kleiner Onlineshop, der Fotosachen verkauft oder den Banner eines kleines Verlages (Wobei ich beides erstmal unter die Lupe nehmen würde, ob ich da auch einkaufen würde bzw. Bücher kaufen würde)

    „Overlay Werbung“ – Absolute. Nervig. Auch diese „Facebook-Fan werden“-Dinger. Weckt in mir so ein Gefühl von: „Will nur Geld/Klicks“.

    Das Amazon-Programm finde ich gut! Da mach ich auch selber mit. Das praktische an diesen Links ist halt, dass ich dann gegebenenfalls „gute Bücher“ gleich auf meine Wunschliste setzen kann, mit wenig Aufwand und sozusagen etwas Gutes tu – vielleicht den Webspacekosten für den Blog decken XD

    Gesponsorte Artikel sind so eine Sache. Vor kurzem entdeckte ich in meinen Google Konto ne Mail von einem Verlag mit einfach nem Link zu nem eBook. Ich habs gelesen und dem Verlag eine Kurzrezension geschickt, mit der Anmerkung, dass er nun entscheiden dürfte – warum habe ich den Ball an den Verlag zurück geworfen: Weil ich auch wissen möchte: Wieso ich? Was stecken da für Menschen dahinter? Und vor allem: Wie reagieren sie auf negative Kritik (Das Buch war Mist)

    Ich bin halt wirklich so eher eingestellt: Weniger ist mehr.
    Das ist auch der Grund weswegen ich Beauty- und Fashionblogs nicht mag: Auf ihnen wird hauptsächlich ein Produkt nach dem anderen vorgestellt, das wirkt für mich eher so „gekauft“.

    Über das Thema könnte man stundenlang quasseln.

    • Anne am 21. Oktober 2013 um 7:01:

      Oh ja, diese facebook-PopUps stehen auf meiner Hitliste der No-Gos auch ganz weit oben. Vor allem: ehe ich irgendwas von der Seite sehen kann, versperrt mir so ein dusseliges PopUp den Blick und verlangt, dass ich die Seite like. Quasi auf Verdacht. Is‘ klar… ^^

  2. Ella am 19. Oktober 2013 um 20:07:

    Sehe ich genauso. Mich stört es nicht wenn Werbebanner o.Ä an der Seite eingebunden sind. Ebenfalls nicht wenn es auch Produkttests gibt – allerdings wenn diese zum Thema her passen und ehrlich sind.Und nicht banal „Ich habe XY getestet“ sondern am besten verpackt mit einer Geschichte oder Erzählung!
    (Mache ich auch gerne) Zudem sollte es nicht zu oft solche Beiträge im Blog vorkommen… maximal 1 imMonat, das wäre glaubhaft.

    PS: habe eben deinen Blog per zufall entdeckt und abonniert:) Du schreibst wirklich gut und es ist angenehm zu lesen! (SELTENHETSWERT!)

    • Anne am 21. Oktober 2013 um 7:03:

      Danke für die Blumen! :o)

      Als Geschichte verpackte Produkttests oder Werbungen finde ich auch ganz witzig… vor einiger Zeit bin ich da über eine wirklich gut gemachte Werbung für ein Bügeleisen gestoßen, die zwei Bloggerinnen zusammen als 50er-Jahre-Fotocomic umgesetzt hatte. Doof, ich find das auf die Schnelle gerade nicht mehr, aber das war wirklich sowohl lustig, als auch individuell umgesetzt (und man merkte, wie viel Aufwand dahintersteckte).

  3. Tabea am 19. Oktober 2013 um 23:31:

    Hey 😉

    Sogesehen verdiene ich damit Geld: Manchmal bekomme ich Rezensionsexemplare von den Verlagen. Ich bin Buchbloggerin. Aber ich bekomme kein Bargeld – sowas finde ich nicht gut, da ich mir schnell denke, dass die Blogger dann die PRodukte nur besser bewerten, wenn sie dafür Geld bekommen.

    LG
    Tabea
    http://www.mydailybooks.blogspot.com

    • Anne am 21. Oktober 2013 um 7:04:

      Hast du denn dann beim Rezensieren den Gedanken im Hinterkopf, dass du das Buch nicht zu schlecht bewerten solltest, weil es dir ja kostenlos zur Verfügung gestellt wurde?

  4. Phinphin am 20. Oktober 2013 um 10:30:

    Verdiene kein Geld mit meinem Blog. Und Rezensionsexemplare von Videospielen kann ich mir wohl auch abschminken, bis ich X00.000 Besucher habe. Finde es allerdings nicht schlimm, wenn Werbung geschaltet wird. Sollte sich dann aber auf Banner beschränken. Keine Overlays oder Popups und bloß keine Geräusche.

    Nur Produkttests zu lesen stört mich ebenso. Aber weniger, weil ich dann der Ansicht wäre, der Blogger wäre gekauft, sondern eher, weil mich die Tests, genau wie du schon gesagt hast, kaum interessieren.

  5. Ragnar am 20. Oktober 2013 um 18:57:

    Ich finde es in Ordnung, mit dem Blog auch eine Einnahmequelle zu erschließen, aber nicht um jeden Preis. Wie von anderen schon erwähnt, sind Overlays absolut nervtötend, und Pop-Ups erträgt ja auch niemand mehr – wer sowas noch schaltet, ist irgendwie in der Vergangenheit hängen geblieben. Ich möchte aber auf einem Blog nicht, oder zumindest nicht häufiger, Produktrenzensionen lesen. Ein Blog ist etwas persönliches, etwas, was man mit der Welt, mit seiner Leserschaft teilt, etwas, wo man andere an seinem Leben und seinen Erfahrungen teilhaben lässt. Wie persönlich kann ein Blog noch sein, wenn das Hauptaugenmerk auf dem Geldverdienen liegt? Wenn zu einer so breiten Palette von Produkten geschrieben wird, das man unmöglich annehmen kann, das habe etwas mit dem Alltag, mit dem Leben der Person zu tun? Bezahlte Artikel machen mich immer skeptisch. Ein bißchen Zwickmühle ist doch immer dabei. Selbst wenn der Artikel als bezahlt markiert ist, wenn der Blogger damit seine Kasse aufbessern möchte, kann er es sich nicht leisten, hintereinander zehn Produkte zu verreissen. Dann kommt keiner mehr auf ihn zu. Wenn ich mir etwas kaufe und dann zufrieden damit bin oder gar begeistert, schreibe ich etwas darüber: als Rezension bei Amazon zum Beispiel, oder als Produktbewertung bei Rose Radsport, wo ich recht viel einkaufe. Aktiv auf einen Hersteller zugehen, und um ein kostenloses Exemplat von wasweißichwas zu bitten, nur um es umsonst zu bekommen, ist für mich…ja, Bettelei. Wenn ein Hersteller von Produkt XY auf mich zu kommt, damit ich darüber schreibe, und es ist etwas, wo ich nie auf die Idee käme, es zu kaufen, käme auch nicht in Frage. Bei den oben erwähnten Buchrenzensionen sehe ich das anders. Ein Buch zur Verfügung gestellt zu bekommen, es zu lesen, darüber zu schreiben, ist etwas anderes. Wobei ich mich gerade frage, warum das so ist. Vielleicht, weil ich selber so gerne lese. Und es somit ein natürlicher Bestandteil meines Lebens ist. Was bei einer Rezension über Vollkornnudeln eben nicht der Fall wäre. Wo also die Grenze ziehen? Vielleicht muss es sich die Waage halten, es sollte nicht ein absurd breites Spektrum an Produkten vorsgestellt werden, die bezahlten Artikel müssen gekennzeichnet seit, und es muss glaubwürdig bleiben. Affiliate Links, ja, Werbebanner auch. Hier und da ein Produkttest, der eine gewisse Verbindung zum Blogger aufweist. Dann ist es okay. Aber ich wäre immer sehr leicht von einem zuviel an unpersönlich-werbendem aus der Leserschaft eines Blogs vertrieben.

    • Anne am 21. Oktober 2013 um 7:08:

      Über das Thema haben wir ja gestern schon kurz geredet. 😉 Ich vertraue den Amazon-Bewertung (oder denen auf anderen großen Plattformen) nur sehr begrenzt. Aus meiner eigenen Erfahrung habe ich den Eindruck, dass man dort fast nur dann etwas schreibt, wenn man aus irgendeinem Grund nicht ganz zufrieden ist mit dem Produkt. Asche über mein Haupt, ich tippe da auch nie etwas, wenn ich zufrieden bin. *hust* Zudem sind dort, wo man so anonym Bewertungen tippen kann, wahrscheinlich auch viele fingierte Rezensionen dabei, die von den Herstellern beauftragt wurden. Da ist mir ein Blog lieber, wenn ich den Blogger schon durch andere Beiträge her „kenne“ und den Eindruck habe, dass er seine ehrliche Meinung abgibt.

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  10. […] Es ist so ein Thema, das jeden Blogger früher oder später betrifft und an dem sich die Geister scheiden: Kooperationen mit Firmen. Die einen finden, dass man damit seine Bloggerseele verkauft, die anderen freuen sich, mit dem Blog den ein oder anderen Euro zu verdienen. Wie ihr wisst, arbeite ich selber gelegentlich mit Firmen zusammen. Ausführlich bin ich auf dieses Thema vor einiger Zeit in dem Beitrag Glaubwürdigkeit von Bloggern? eingegangen. […]

  11. Rica am 31. Januar 2016 um 19:28:

    Hallo 🙂

    Ein wirklich interessanter Artikel – danke dafür!

    Ich bin selbst Buchbloggerin und beziehe regelmäßig Rezensionsexemplare. Bezüglich Deiner Frage an Tabea: ja, man macht sich natürlich seine Gedanken, ABER irgendwann überwindet man das. Außerdem spreche ich aus Erfahrung, wenn ich sage, dass im Bereich Buch oder Film gerade Verrisse zum Kauf animieren können. Nicht unbedingt, wenn das Buch oder der Film nur schlechte Bewertungen bekommt, aber wenn sich das die Waage hält, dann ist das nur natürlich. Nur weil ich ein Buch liebe, muss das ja nicht dem Rest der Welt ebenso ergehen, also ist es auch kein Problem, ein RE schlecht zu bewerten. Die Hauptsache ist doch, dass wir ehrlich sind und unsere Kritik begründen.

    Generell finde ich es eher lästig, dass wir deutschen Blogger bei dem Thema Bezahlung so empfindlich sind. Wir stecken so viel Arbeit da rein und machen billig Werbung – da haben wir uns unsere Bezahlung verdient. Ob diese nun in Form von kostenlosen Produkten oder barem Geld erscheint, sollte dabei keine Rolle spielen. Ich habe auch nichts gegen Produkt-Tester. Wenn ich einen Blog nur dafür eröffne, das Ganze gut strukturiere, sodass jeder schnell den Bereich finden kann, der ihn interessiert – warum nicht? Es kann doch auch Spaß machen, die verschiedensten Dinge zu testen und wenn man damit Geld verdienen kann, ist das doch wohl ein wundervoller Nebenjob 😉

  12. MrsCgn am 19. November 2016 um 18:31:

    Interessant, dass Glaubwürdigkeit nur an diesen Kriterien festgemacht wird. Mir schweben da noch ein paar andere vor. Wie ehrlich ist der Blogger ist seinen Blogposts, auch wenn es nicht um Werbung geht? Denkt er sich Dinge aus/wandelt sie ab, um es spannender, interessanter zu machen? Oder um eine (konstruierte) Anonymität herzustellen? Welche Erwartungen baut ein Blogger durch sein „About“ bzw. seine Bloghistorie auf – und welche davon erfüllt er wirklich?

    • Anne am 21. November 2016 um 6:47:

      Guten Morgen,

      mh, stimmt… das sind ebenfalls spannende Fragen. Letztlich sind wir ja nie völlig objektiv, sondern erzählen Dinge immer aus unserer persönlichen Perspektive – bzw. lassen eben einige Aspekte weg, die wir für irrelevant / unpassend halten, und erwähnen dafür bestimmte andere.

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