Bezahlen für digitale Inhalte?

Kürzlich ertappte ich mich dabei, wie ich durch den AppStore scrollte und mir dachte: 1,59€ für eine App? – Ganz schön teuer. 
Am gleichen Tag war ich mittags mit den Kollegen essen (was wir fast täglich machen) und habe für mein übliches Tofu und Gemüse in Currysoße mit Reis plus einer Coke Zero irgendwas um die acht Euro bezahlt. Oder neun. So genau wusste ich das nicht mehr – der eine Euro.

Ach was.

Offensichtlich wende ich bei digitalen Inhalten ein anderes Wertesystem an… obwohl ich von dieser App höchstwahrscheinlich deutlich mehr und länger etwas habe als von einer Cola zum Mittagessen.
Über dieses Paradoxon habe ich mich dann mit mehreren Leuten unterhalten – und offensichtlich geht uns da allen ähnlich. Interessant, oder? Und Grund genug, da mal ein bisschen näher hinzugucken. 🙂

Von eBooks und der Ewigkeit

Neulich habe ich mir ein dickes Buch über Google Analytics gekauft (Ende des Monats stelle ich es dir beim „Gelesen im…“-Beitrag näher vor). Für 39,90 € habe ich da 679 Seiten bekommen und, ich habe es auf der Küchenwaage überprüft, satte 1,45kg. Da ich in erster Linie in der Bahn lese, ist das unpraktisch. Sau-unpraktisch.

Ein eBook wäre komfortabler… aber hätte ich dafür das Gleiche bezahlt? Vermutlich nicht. Und warum? Der Inhalt wäre der selbe gewesen, und um den geht es doch. Ich hätte sogar einen zusätzlichen Vorteil gehabt, nämlich dass ich nicht so viel mit mir herumschleppen muss.
Aber ist so ein eBook ja nichts „Handfestes“. Man weiß ja nicht, ob das Format in 10 Jahren überhaupt noch gelesen werden kann. In 10 Jahren, ein Buch über Google Analytics, srsly? Das wäre dann doch eh hoffnungslos veraltet.

Erst vor ein paar Wochen habe ich bei meinen Fachbüchern ausgemistet und einige tatsächlich weggeworfen. Eigentlich bin ich mit der Einstellung erzogen worden, dass man Bücher auf keinen Fall wegschmeißt. Aber was fange ich denn an mit „Webseiten mit PHP 4 und MySQL 3“? Da kräht kein Hahn mehr nach, aus gutem Grund.

Bei Romanen ist das natürlich etwas anderes, die veralten ja nicht und das angenehme Rascheln beim Umblättern der Seiten, die Haptik, das alles ist mir ja auch lieb und teuer.

Aber in Sachen Fachliteratur habe ich mir vorgenommen, demnächst darauf zu achten, ob es auch eine digitale Ausgabe gibt – die mir genau so viel wert sein sollte.

„Es gibt doch kostenlose Alternativen.“

Nicht zuletzt sind wir es einfach gewohnt, dass im Internet fast alles umsonst zu bekommen ist. Hier muss also ein Umdenken stattfinden – sowohl bei den Machern, als auch bei den Konsumenten.

Vor einiger Zeit hat der Kölner Stadtanzeiger sein Online-Angebot so umgestellt, dass man pro Monat nur noch 7 Artikel kostenlos lesen kann.  Hat man dieses Kontingent ausgeschöpft, bekommt man stattdessen nur noch einen Hinweis angezeigt, dass man doch bitte ein Abo abschließen solle.

Und meine Reaktion? Ich informiere mich jetzt lieber auf anderen Webseiten. Die Qualität der Artikel, die ich vorher lesen konnte, hat mich nämlich schlichtweg nicht überzeugen können. Immer wieder Rechtschreib- und Grammatikfehler, unbeholfene Formulierungen, flache Inhalte – sowas erfüllt einfach nicht meine Ansprüche an eine Zeitung. Demzufolge bin ich auch nicht bereit, dafür zu zahlen (Thomas hingegen hat das digitale Abo abgeschlossen und mosert regelmäßig über dessen Qualität).

Online gibt es weitaus mehr alternative Kanäle als im Printbereich, von denen der größte Teil nach wie vor gratis verfügbar ist. Digitale Produkte müssen sich also gegenüber einer großen Anzahl kostenloser Alternativen  behaupten können und einen Mehrwert liefern – schneller sein, umfassender, besser aufbereitet, was auch immer.

[Tweet „Wenn ein digitales Produkt Geld kostet, muss es deutlich besser sein als die kostenfreien Versionen.“]

Wenn du schon mal mit Photoshop gearbeitet hast und dann plötzlich vor Gimp stehst, weißt du, was ich meine. 😉 Gimp ist kostenlos und kann ziemlich viel, ja. Aber Photoshop ist einfach besser, vereinfacht meinen Workflow immens und deswegen gebe ich dafür auch gerne Geld aus.

Wenn die Qualität stimmt, finde ich es nur fair, auch etwas zu bezahlen. Gerade im Bereich Blogging erhöht Paid Content die Chance, vom Schreiben zumindest ein Stück weit leben zu können – ohne sich nur über Werbung zu finanzieren.

Paid Content – wie sieht die Praxis aus?

Die Trennung zwischen kostenlosen Inhalten und dem Paid Content, wie das Buzzword so schön heißt, ist natürlich nicht schwarz-weiß. Nur wenige Angebote haben eine sogenannte Harte Bezahlschranke eingeführt, bei der man ohne Bezahlung gar nichts mehr sieht.

Weitaus verbreiteter sind verschiedene Abstufungen:

Metered Model

Das Beispiel des Kölner Stadtanzeigers, was ich oben erwähnte, ist ein klassischer Vertreter des sogenannten Metered Models: in einem gewissen Zeitraum, beispielsweise ein Monat, ist eine bestimmte Anzahl von Inhalten frei verfügbar. Den Rest sieht nur, wer zahlt.

Freemium Model

Das kennt man vor allem von Apps: die Grundversion ist kostenlos, dann wird man jedoch andauernd mit Werbung genervt oder kann weitere Features erst gegen Bezahlung nutzen.

LaterPay

Spannend finde ich das Münchener StartUp LaterPay, was drei verschiedene Modelle anbietet:

  • Pay-per-Use: man kauft den Zugang zu einem Artikel, bezahlt aber erst später, wenn man insgesamt einen gewissen Betrag zusammen hat.
  • Free-to-read: der Artikel selber ist kostenlos, auf zusätzliche Inhalte wie etwa Präsentationsfolien erhält man gegen Bezahlung Zugriff.
  • Single Sale: man bezahlt genau den Artikel, den man lesen möchte, ohne direkt ein Abo abschließen zu müssen.

Social Payment: Freiwilliges Bezahlen

Man kann ja auch mal an das Gute im Menschen glauben. 😉 Dienste wie Flattr ermöglichen es, jemandem eine frei wählbare Summe zu schicken – quasi als Dankeschön für die Inhalte, die er frei zur Verfügung stellt. Dahinter steckt der psychologische Ansatz, dass man sich besser fühlt, wenn man nicht nur nimmt, sondern auch gibt.

Wie sieht der Trend aus?

Vor allem bei Apps und der Online-Ausgabe von Zeitungen begegnet man in letzter Zeit immer mehr Premium-Varianten. Eine Übersicht über die Lage auf dem deutschen Zeitungsmarkt gibt das Portal Statista – 76 deutsche Zeitungen haben mittlerweile eine solche Bezahlschranke eingeführt.

Bei Musik, Filmen und Serien hingegen zeichnet sich die Entwicklung ab, dass häufig zu Flatrates gegriffen wird, anstatt gezielt einzelne Produkte regulär zu kaufen.

In der Blogosphäre sind die Flattr-Buttons deutlich weniger geworden. Noch vor zwei, drei Jahren waren diese „Gib mir ein Bier / einen Kaffee aus“-Buttons sehr beliebt. Anscheinend wurden sie aber nur so selten genutzt, dass sie überall wieder ausgebaut wurden.
Dafür setzen sich zusätzliche Blogservices, wie etwa ein eCourse, zögerlich auch hierzulande durch. Mit der wachsenden Professionalisierung in der Blogosphäre, die mit einer Monetarisierung des Bloggens einhergeht, erwarte ich hier eine spannende Entwicklung.

Fazit
Die Einstellung, für qualitative Inhalte auch gerne etwas zu bezahlen, setzt sich in einigen Sparten zunehmend gegen die Billig-Mentalität durch. Gerade im Bereich Blogging und Online-Journalismus bin ich auf die Entwicklung sehr gespannt.

Wie tickst du da?

Kaufst du Musik lieber traditionell auf einer CD oder eher als Download? Und ist dir das gleich viel Geld wert? Wie sieht es bei dir mit eBooks aus und mit den digitalen Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften?
Zögerst du, ehe du Geld für Apps oder andere digitale Inhalte ausgibst?

    Kommentare

  1. Lexa am 22. Oktober 2014 um 17:18:

    Bei mir kommt es ganz stark drauf an, was für ein digitales Produkt es ist.

    Für Apps gebe ich gerne und jederzeit Geld aus. Ich teste zwar auch die kostenlosen Varianten und Versionen vorher, aber wenn mich keine davon überzeugen kann bin ich gerne bereit Geld zu zahlen (eine Testversion muss vorher aber sein, gleich zahlen ohne genau zu wissen ob die App das kann was ich erwarte, das tue ich dann doch nicht).
    Bei Programmen für den PC ist es da ähnlich.

    Von EBooks hingegen bin ich kein Fan. Gerade Fachbücher brauche ich in der gedruckten Variante, da ich da anstreichen kann und Notizen machen und und und. Ich weiß, theoretisch geht das bei einem EBook auch, aber ich habe das Gefühl ich lese aufmerksamer und kann es mir besser merken, wenn ich es gedruckt vor mir sehe.

    Musik kaufe ich nicht, weder so noch so. Dafür höre ich zu selten Musik.

    Und Filme und Serien kaufe ich auf DVD. Für einen Download würde ich kein Geld ausgeben. Nur, wenn klar wäre, dass es die DVD nie geben wird. Ich habe zwar einen Amazon Prime Account und gucke mir bei Amazon Instant Video Serien an, aber nur, weil ich den Account sowieso habe wegen der Versandkosten…
    Obwohl, mir fällt gerade auf: Ich habe die Goldmitgliedschaft der XBox verlängert um die Serien auf dem Fernseher sehen zu können ohne den Laptop anzuschließen… Also habe ich doch für Instant Video Geld ausgegeben. Aber es ist halt auch die Flatrate die gelockt hat, nicht ein einzelner Titel 😉

    Oh, und ich habe eine Krautreporter-Mitgliedschaft. Noch was digitales.

    Ganz so versteift auf „was zum anfassen“ bin ich dann ja doch nicht wie ich dachte 😀 Danke für die Erkenntnis.

    Auf die Entwicklung im Online-Journalismus und im Blogging bin ich auch sehr gespannt. Es muss aber noch ein gehöriger Umschwung im Denken passieren, bis sich da wirklich was ändert. Ich glaube das dauert noch ordentlich ein paar Jahre.

  2. Mara am 22. Oktober 2014 um 17:40:

    Hm, das ist bei mir immer ganz unterschiedlich. Musik kaufe ich meistens direkt über iTunes, weil ich mir da auch einfach mal einzelne Lieder runterladen kann und nicht immer das komplette Album brauche. Ist dann auch billiger für meinen Geldbeutel!
    Bei Bücher ist es aber komplett anders herum – eBooks finde ich furchtbar! Klar, sie sind praktisch, aber ich will beim Lesen einfach was in der Hand haben. Außerdem kommen mir digitale Bücher irgendwie so „wertlos“ vor. Bei richtigen aus Papier kann ich sie ins Regal stellen, durchblättern, reinkritzeln oder sonst was damit machen. Ebooks können da nicht mithalten 😀

  3. et von roundaboutme (@nail_swatch) am 22. Oktober 2014 um 18:08:

    Hmm, gar nicht so einfach zu beantworten. Als gedrucktes Werk ist mir ein Buch erheblich lieber, weder habe ich einen Reader, noch mich intensiv damit beschäftigt. Ein bissl geliebäugelt vielleicht, aber das war es auch schon.
    Für Apps wie auch technische Spielereien zahle ich gerne, wenn mir der Sinn einleuchtet. Und wenn ich sie tatsächlich haben will. Nicht anders geht es mir mit Produkten im Laden. Ich will sie, ich kaufe sie. Egal ob Hard- oder Software.
    Musik downloade ich gern bei Amazon, das kostet zwar aber ich nutze die Musik dann legal. Ist mir persönlich einfach lieber. Ich bekomme aber auch ab und an Musik von Freunden, wo auch immer die dann her sind? Nutzen werde ich sie trotzdem.
    Ich habe eine Premiummitgliedschaft bei Amazon Prime, dort kann ich Filme oder Serien per Flat schauen.
    Genauso gern kaufe ich DVDs, wenn ich diesen Film eben in meine Sammlung dauerhaft aufnehmen will. Gebrannte Kopien mag ich nicht, auch wenn sie umsonst wären. Ein Original im Regal ist halt ein Original. Eine gefakte Chanelbag käme mir auch nicht ins Haus.

    Es ist so ein teils-teils-Ding. Egal ob virtuell oder real, die Dinge müssen mir gefallen und einen Sinn machen. Genau dann zahle ich.

    Lieben Gruß, Eva

  4. Katharina am 22. Oktober 2014 um 18:56:

    Beides! Musik eigentlich nur noch digital, aber Bücher beides. Und ich gebe für gute Apps gerne Geld aus, auch deutlich mehr als 1,79. Habe auch schon viel Schrott gekauft, oft kann man ja nicht testen. Das ist dann Lehrgeld. Aber inzwischen habe ich meine Perlen gefunden und meinen Workflow. Dazu zählen auch ebooks. Markieren und Markierungen übertragen. Oder Mitschriften gleich digitalisiert. Das macht es einfacher. Bei ebooks finde ich es praktisch, daß sie keinen Platz wegnehmen. Ich hab Tonnen an Fachbüchern, dazu Romane. Wenn ich die hier alle hinstelle müssen wir anbauen.
    Ha, und das Buch hatte ich auch 😉
    LG
    Katharina

  5. Katha am 22. Oktober 2014 um 19:12:

    Bei mir fand da in den letzten Monaten auch ein großes Umdenken statt. Vorher war ich immer auf der Suche nach „Gratis“, in allen Bereichen. Irgendwann habe ich dann aber zwei Dinge gemerkt:
    1. Da steckt ne Menge Arbeit hinter. Bzw. da muss eine Menge Arbeit hinterstecken, damit das Produkt gut ist. Und die Arbeit kann nicht umsonst sein. Manche Leben sogar davon. Sei es ein eBook (für mich in erste Linie Schnittmuster und Anleitungen) oder auch Musik. Ich bin gerne bereit, Geld dafür auszugeben, wenn es gut ist.
    2. Ob ich etwas digital kaufe, kommt auf das Produkt an. Romane und Fachbücher hab ich lieber in der Hand und im Regal. Kann ich gar nicht genauer begründen, ist einfach so. Schnittmuster kaufe ich nur noch als eBook zum selbstausdrucken. Praktischer und flexibler. Musik hauptsächlich auf CD, und wenns geht (geht meistens, weil ich ein Faible für regionale Musik habe) direkt beim Musiker mit persönlicher Widmung 😉 Filme auch hauptsächlich auf DVD. Aber einfach aus dem Grund, weil ich mir vielleicht einen Film pro Jahr kaufe und ansehe. Und das passiert meistens spontan, wenn ich die DVD im Laden sehe. Zeitung lese ich im Moment gar nicht… könnte mir aber ein Online-Abo vorstellen. Dann hab ich das lästige Altpapier nicht und kann gezielter Dinge lesen, die mich interessieren.

    Mein Fazit:
    Mein Wertesystem gleicht sich langsam an. 😉

  6. Sylvi am 22. Oktober 2014 um 19:20:

    Hej Anne,

    als ich mein erstes Smartphone in Händen hielt, war es bei Google Play nur per Kreditkarte möglich, Apps zu kaufen. Und für 1,89 € lege ich mir keine Kreditkarte zu. Daher habe ich anfangs ausnahmslos kostenlose Apps heruntergeladen. Das hat sich ja glücklicherweise geändert und und kurz nach Einführung, habe ich mir sofort eine Guthaben-Karte von Google Play zugelegt.
    Genau wie Lexa probiere ich – falls möglich – erst einmal die kostenlose Variante aus. Mittlerweile habe ich schon einige Apps gekauft.

    Seit August besitze ich einen eBook-Reader und habe natürlich erst einmal alles abgegrast, was kostenlos zu bekommen war. 😉 Aber mittlerweile habe ich auch ein Buch für den ganz regulären Preis gekauft, weil ich es unbedingt lesen wollte.
    Allerdings würde ich wohl bei Fachbüchern auch eher die Papiervariante wählen. Ich bestücke die immer mit unzähligen Lesezeichen und kritzel Notizen hinein – im eBook-Reader ist mir das zu umständlich und unübersichtlich.

    Wenn mir ein Musiktitel supergut gefällt, dann bezahle ich dafür. Aber ich gebe zu, dass ich vorher meist im Internet nach einer Möglichkeit suche, ihn kostenlos herunter zu laden. 🙂

    Gruß
    Sylvi

  7. Tinas Lounge am 22. Oktober 2014 um 19:29:

    Bei dem Thema könnte ich wahrscheinlich einen halben Roman schreiben, aber ich versuche es in der Kurzversion. 🙂
    Musik kaufe ich nur noch per iTunes, Serien/Filme schaue ich ebenfalls in digitaler Version und bei Büchern halte ich es ebenfalls so, allerdings gibt es da Ausnahmen:
    Bücher, die wichtig, besonders oder Bildbände, etc. sind, werden als „richtiges“ Buch gekauft. Aber auch Rebuy-Bücher gehören dazu, denn da bekommt man gebrauchte Bücher sehr günstig. Mein diesjähriger Adventskalender besteht komplett aus solchen Büchern, die das Stück ca. 89 Cent gekostet haben. Sparen kann man aber auch bei eBooks, die ich manchmal umsonst gibt. Auch sind sie manchmal etwas günstiger, als das gedruckte Exemplar, in der englischen Originalversion sogar mitunter erheblich günstiger.
    Zeitschriften lese ich im Gegensatz dazu nur in der gedruckten Version, warum auch immer – ich habe keine Ahnung.
    Apps, die richtig gut sind, können auch gerne etwas kosten, finde ich.
    Mein Mann kauft Noten nur noch digital.
    Gerne nehme ich an Online-Kursen zu div. Themen teil, da man sie so absolvieren kann, wie es einem die Zeit erlaubt und nicht an feste Zeiten gebunden ist.

    Du siehst, bei mir gewinnt fast immer die digitale Variante, jetzt bin ich aber auch ein kleiner Technikfan. Mir macht es einfach Spaß, mich mit den Geräten zu beschäftigen. Was mir auf jeden Fall sehr gut gefällt ist die Auswahl. Man ist frei und kann entscheiden, welche Variante einem lieber ist.

    Naja, wirklich kurz war das jetzt nicht, aber ich hätte auch noch länger… 😉

    Liebe Grüße,

    Tina

  8. Christiane am 22. Oktober 2014 um 19:40:

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich Musikalben eher digital kaufe. Mit den ganzen Schmarrn von Apple hab ich die dann gleich auf allen meinen Produkten (außer iPod, aber der ist kaputt, also eh egal).

    Bücher, ja sind so ein Thema. Ich bin eher der das gedruckte Wort gerne liest. Aber ich glaub das ist einfach eine Sache der „Erziehung“. Aber ich stocke auch manchmal wenn ich bei Amazon rumsurfe und die Preise vergleich. Ein eBook ist meistens nicht viel billiger, obwohl keine Druckkosten, Materialkosten und Co. anfallen. Wobei man da ja auch nicht weiß, ob die nicht wirklich bei nur 1 – 2 Euro liegen.

    Apps kaufen. Also bei Apps halte ich mich eh zurück… bin da irgendwie nicht so drin in dieser Appsache 😀

  9. sarah am 22. Oktober 2014 um 20:00:

    puh…

    bei apps finde ich es immer.schön, wenn ich eine kostenlose version habe, und mir gegen geld dann eine pro-version kaufen kann. mein lieblingsbeispiel ist quizduell. free-variante nutzbar, pay-variante besser. immerhin bezahle ich damit ja auch den programmierer.

    bei ebooks sehe ich tatsächlich nicht ein, das komplette geld.wie ein gedrucktes buch zu zahlen. der komplette druck fällt weg, dann bleibt tatsächlich die frage der datenbeständigkeit.
    wechsel ich von kindle auf einen anderen reader, kann ich entweder alle books in die tonne kloppen oder muss zu illegalen methoden greifen – ist mir zwar prinzipiell egal, aber meine mama sieht das sicher anders

  10. Larissa//No Robots Magazine am 22. Oktober 2014 um 20:04:

    Das ist ja allgemein ein Trend unserer Zeit: Man will alles haben, aber bloß nichts dafür bezahlen. Fleisch soll möglichst billig sein, obwohl jeder sich denken kann, dass man für zwei Euro kein Huhn großziehen kann. Musik gibt’s als Download oder auf Spotify, wenn’s legal sein soll. Filme werden illegal gestreamt, weil es einfacher ist. Und dann gewöhnt sich die Gesellschaft so weit daran, dass man nicht bezahlen muss. Während gute, aber wenig massentaugliche Ideen einfach sterben, weil sie nicht mehr umsetzbar sind.
    Deswegen kaufe ich weiterhin CDs (auch weil ich es blöd finde, für MP3s Geld auszugeben, ähnlich wie bei eBooks …). Doof nur, dass die ganz schön viel Platz wegnehmen, der auch wieder Geld kostet. Und ich gehe oft ins Kino.
    Geld für Apps habe ich bisher noch nicht ausgegeben. Ich habe aber auch kaum Apps. Und ich möchte meine Kreditkarte nicht im App-Store angeben. Das ist mir unheimlich. Obwohl eine gute App natürlich auch Geld wert sein sollte.

  11. Sarah am 22. Oktober 2014 um 21:53:

    Ja, ich kaufe gerne digitale Inhalte. Da ich viel lese und das insbesondere in der Bahn, ist ein eBook-Reader einfach besser für den Rücken als immer so einen 500-Seiten-Wälzer mitzuschleppen. Der neue Kindle wird am 14.11. an mich geliefert 😀 Zudem platzt mein Bücherregal aus allen Nähten und stinknormale Krimis will irgendwie niemand geschenkt haben, so dass ich immer an meine Eltern auslagere, aber da das kein Dauerzustand sein kann, gibt’s halt jetzt den Kindle.

    Für Online-Angebote von Zeitungen habe ich bislang noch nichts ausgegeben. Da gibt es noch genügend Alternativen, aber ich denke, dass das immer mehr kommen wird, da immer weniger Leute zum Büdchen laufen und sich eine Zeitung kaufen, sondern dann halt eben schnell mit dem Handy usw. lesen.

    Wann ich zuletzt eine CD gekauft habe, kann ich überhaupt nicht mehr sagen. Mit dem ersten iPod kam auch iTunes und das ist einfach praktisch. Ja, dann bin ich noch bei Netflix angemeldet, aber ich kaufe trotzdem noch einige DVDs und ins Kino gehe ich auch ab und an ganz gern.

    Liebe Grüße
    Sarah

  12. Andrea am 23. Oktober 2014 um 7:36:

    Interessante Frage. Bei mir hat da auch schon ein Umdenken stattgefunden. Ich war vor kurzem noch sehr skeptisch bei E-Books, die komplett in Eigenregie entstanden sind und vermarket werden. Hab ich irgendwie gleichgesetzt mit schlechter Qualität. War aber auch zum Großteil so, wenn ich an diese ewig langen scrollbaren Seiten denke, wo man dann ganz unten ein E-Book für über 100 Euro oder so kaufen konnte. Das hatte einfach so einen unseriösen Touch.

    Mittlerweile habe ich einige selbst vermarktete E-Books für den Preis von „normalen“ Büchern gekauft und war immer sehr positiv überrascht. Wenn der Inhalt gut ist, bin ich auch gerne bereit, etwas mehr zu bezahlen. Und als Nicht-Bestseller-Auto verdient man jetzt meistens auch nicht die Welt. Ich finde also eher, dass echte Bücher zu günstig sind, wenn für den Autor nur so wenig übrig bleibt, dass er es ohne Druck etc. für max. 2 Euro verkaufen soll.

    Auch Online-Kurse habe ich getestet und ebenfalls gute Erfahrungen gemacht. Allerdings finde ich die Preispolitik an manchen Stellen immer noch erschreckend. 80 Euro für ein E-Book zahle ich nicht.

    Generell nutze ich sowohl digitale als auch analoge Inhalte. Fachbücher auch lieber als echtes Buch, Romane gemischt, wie ich gerade drankomme. DVDs auch je nachdem, ob ich es wahrscheinlich öfter schauen werde (meist Serien, die kauf ich dann) oder gezielt mal etwas, was ich unbedingt jetzt sofort einmal schauen möchte. Musik hör ich nicht, aber Hörbücher. Die lad ich fast nur online runter. Ist einfacher, sie so auf den Ipod oder das Handy zu bekommen und bei Audible bekomm ich für 5 Euro im Monat jeden Monat ein neues Hörbuch. Finde ich preislich voll ok.

  13. Lisa K am 23. Oktober 2014 um 8:55:

    Ich kaufe auch Apps – aber ich hätte vorher schon gern eine gratis Testversion. Ich will ja wissen was ich da so kaufe.
    Musik kaufe ich auch digital – meine CDs importier ich gerade und werde sie dann entsorgen.
    Auch bei Büchern ist mir digital lieber. Aber ich hätte schon gern, dass das ebook billiger ist. Immerhin kann ich das nicht einfach verleihen. Außer ich geb meinen Kindle her… Also bin ich schon froh, wenn das auch ein paar € billiger ist.
    Was ich hasse und nie, nie, nie verwende sind diese Abo Modelle. Ich hasse Abos. Ich zahle gerne einmalig und hab es dann. Ich möchte nicht monatlich zahlen müssen, mich drum kümmern den ganzen Spaß dann zu kündigen wenn es mi nicht mehr intressiert.

    DVD verstauben bei uns daheim auch – weil dann müsste man ja den DVD Player anschließen – dann doch lieber einfach 😉

  14. Nele am 23. Oktober 2014 um 12:00:

    Den Gedankengang mit dem App-Kauf kenne ich genau so auch. Es handelt sich meist um solche Mini-Beträge, dass es echt lächerlich ist, sich darüber aufzuregen. Seit ich mir das klargemacht habe, kaufe ich viel mehr Apps. Auch gerne Spiele etc., und auch ohne Testversion. Mache ich doch bei z. B. Zeitschriften auch, und wenn mich dann die Artikel darin nicht interessieren, habe ich halt Pech gehabt und mindestens 3 Euro in den Sand gesetzt – bei Apps deutlich weniger und in der ersten Zeit nach der Installation kann man sie auch zurückgeben, das habe ich auch schon genutzt. Gut, das geht nur 15 Minuten (Android Play Store, Apple weiß ich nicht), aber man installiert ja meist die App und probiert sie dann direkt aus. Man kann also schon mal gucken, ob sie so ist, wie man es erwartet hat.

    Ansonsten nutzen wir Spotify, Watchever und Amazon Prime. Während ich bei Watchever und Amazon keinerlei Probleme mit dem Abo-Modell habe, da ich die meisten Serien sowieso nur einmal ansehe, bereitet mir Spotify schon ein wenig Bauchschmerzen. Denn im Prinzip miete ich die Musik ja nur, und wenn es den Laden irgendwann nicht mehr gibt oder ich keine Lust habe, weiterhin dafür monatlich zu zahlen, habe ich nichts mehr. Und Musik hört man ja doch häufiger an, als man sich z.B. einen Film ansieht. Außerdem habe ich sicher nicht 120 Euro im Jahr vorher für Musik ausgegeben (zuzüglich dessen, was mein Mann für seine Musik-App ausgibt). Aber es ist einfach so komfortabel! Und ich höre viel mehr neue Musik als vorher. Also wie gesagt, hier bin ich echt noch hin- und hergerissen.

    Übrigens habe ich mich bei Flattr gerade erst angemeldet (um andere zu flattrn, nicht für mich selbst) und freue mich darauf, das erste mal zu flattrn (was für ein doofes Wort). Ich verbringe so viel Zeit im Internet und erfahre dort so viele super interessante Inhalte, dass ich die Menschen dahinter gern unterstützen möchte.

    Ach ja, Bücher? Kaufe ich fast nur noch gebraucht. Bei einem Euro kann da kein Ebook mithalten. Ansonsten habe ich aber Bücher auch lieber in der Hand, sie sind ja häufig auch noch schön gestaltet. Ich lese aber auch nur Romane, keine Fachbücher.

    Liebe Grüße
    Nele

  15. Sarah am 23. Oktober 2014 um 12:34:

    was mir grade noch zum thema bücher/ebooks einfällt:

    die meisten bücher kaufe ich tatsächlich über den amazon marketplace, auf flohmärkten oder tausche mit freunden und kollegen. alles mit ebooks so nicht möglich.
    ich überlege grade welche bücher ich mir selbst neu in der buchhandlung gekauft habe. puh – maximal 5% der knapp 500 bücher die ich besitze.

    heißt: ich habe zwar einen ladenpreis von geschätzt 20 euro, aber nur einen preis von 10 euro gezahlt. zusätzlich nochmal 5 euro die ich abziehen kann, weil ich ein buch doch weiterverkauft habe.

    dementsprechend fehlt mir immer mehr die argumentation warum ich auch 20 euro für ein rein digitales produkt hinlegen sollte.

    mit der preisgestaltung und den fehlenden leihmöglichkeiten (wurde ja immer besser) werden die leute ja fast in richtung „illegalität“ gezwungen.

    für mich ist es zumindest nicht erklärlich, warum ich für 18.90 ein ebook kaufen sollte, wenn ich dann das marktplaceangebot für 2,50 sehe (plus 3 euro versand, natürlich).

    immerhin verbessern sich die leihangebote permanent. ich hoffe tatsächlich das die buchpreisbindung fällt (erfolgreiche autoren werden sich immer noch dumm und dusselig verdienen) und man sich bitte eeeendlich auf EIN format einigt bzw die reader auch die anderen formate lesen können. kindergarten, verdammter.

  16. Sabrina am 23. Oktober 2014 um 13:05:

    Bei Apps geb ich gern bis zu 2€ aus, je nachdem.
    Bei eBooks isses aber wieder so das ich nicht einsehe das gleiche wie für das Gedruckte Buch zu zahlen, das hat aber nicht den grund das es digital ist, sondern die Einschränkung. Man darf es nicht verleihen, man darf es nicht weiter verkaufen, man darf es nicht tauschen. Alles mit dem Buch möglich. ein Buch kostet druck, Lagerkosten ect pp. ein ebook nicht. daher seh ich nicht ein mehr als 5€ für dieses auszugeben. und es gibt zum Glück genug Verlage und Autoren die das genauso sehen.
    Format ist mir da egal, hauptsache sie verzichten auf den DRM Schutz 😛 Aber das machen viele Autoren mitlerweile sie empfehlen sogar Calibre zum umwandeln und da macht mir das Format kein problem (aber hab eh beides da kindle und tolino) Bei den Online Leihbüchern find ich das Angebot jedoch super 10€ sind mehr als günstig wenn man schnellleser ist 😀

    Fachlitheratur suche ich immer als ebook. Leider hat unsere Uni lizenzprobleme, viele laufen aus und sie bezahlen die nicht neu, schade. Bücher sind immer so schnell vergriffen. ebooks darf man das ganze semester behalten bücher muss man verlängern.
    Ich hab hier auch einige fachbücher zu photoshop, html und co alles sowas von veraltet -.-
    Aber wie oben würde ich nicht das gleiche zhalen wie für das gebundene buch. ich kann da nicht makieren 😛

    Bei Software für den PC schau ich immer erst nach der kostenlosen Variante, sagt die zu ok, wenn nicht dann nicht. Ich arbeite auch lieber mit Photoshop als mit Gimp, lieber mit Office statt Libre, auch wenn das sehr gut ist und den übergang ohne Office prima füllte.

  17. […] hat sich auf ihrem Blog neontrauma.de Gedanken zum Thema “Bezahlen für digitale Inhalte?” gemacht. Nicht nur wegen des Backlinks auf einen meiner Artikel, sondern auch wegen des […]

  18. Lydia am 23. Oktober 2014 um 15:08:

    Hallo Anne,

    da mein Kommentar viel zu lang geworden wäre, habe ich einfach mal einen Beitrag dazu verfasst. 🙂

    Liebe Grüße

    Lydia

  19. Julia am 23. Oktober 2014 um 23:17:

    Ich habe mich vor kurzem von meiner riesigen Hörbuchsammlung (CDs) getrennt, da ich seit über einem Jahr eine Musik-Flat inkl. jeglicher Hörbücher nutze. Es war nicht einfach, aber ein logischer Schritt. Auch DVDs habe ich nur noch eine Handvoll. Und ich bin mir sicher, dass der Trend immer mehr zu digitalen Inhalten geht. Ich vermute auch, dass insbesondere die jüngere Generation jetzt schon eine ganz andere Einstellung dazu hat, da sie kaum noch dazu kommen werden MCs, CDs oder DVDs zu sammeln und wenn man ehrlich ist, sind digitale Inhalte deutlich praktischer als Staubfänger 😉

  20. Christopher am 23. Oktober 2014 um 23:33:

    Hey Anne,

    bin gerade eher zufällig auf deinen Blog gestoßen und finde ihn echt klasse!
    Ich hatte erst diese Woche den gleichen Gedanken wie du, als es darum ging für ein E-Book, dessen Inhalte mir wirklich hilfreich vorkamen, fast 30 Euro zu bezahlen. Ich lese gerne Bücher – und kaufe mir diese natürlich auch vorher – aber bei dem E-Book hatte ich wirklich ein Problem damit.
    Letztlich hat es zwei Tage gedauert, bis ich mich dazu durchringen konnte, tatsächlich für das E-Book zu bezahlen. Und ich werde es wieder tun.

    Gruß
    Chris

  21. Electrofairy am 24. Oktober 2014 um 9:34:

    Der Beitrag kommt genau richtig, danke!

  22. […] hat auf neontrauma über kostenpflichtige digitale Inhalte geschrieben, ich nutze die Gelegenheit um auch mal Stellung zu […]

  23. Jonathan am 25. Oktober 2014 um 21:38:

    Ich fand den Beitrag so wichtig, dass ich gleich selbst dazu bloggen musste. Sehr gut geschrieben und du behandelst wirklich sehr treffend, dass die Bits und Bytes sich einfach anders anfühlen!

  24. Matthias am 26. Oktober 2014 um 15:03:

    Interessante Gedanken und Zusammenstellung, erstmal danke dafür!
    In meiner Erfahrung ist es so, dass ich beim Kaufen von zB Apps zwar auch die kostenlose Variante teste, allerdings immer schneller und mit geringerem Widerstand die 1,50 oder wieviels halt macht, zahle. Bei den großen Apps bin ich da noch gehemmter.
    Bei Musik läuft bei mir mittlerweile fast alles über Download, vor allem wegen der Möglichkeit, nur einzelne Titel statt ganzen Alben zu kaufen. ‚Hard copies‘ (ob CD oder Platte) kaufe ich nur noch bei Musik, die ich aus irgendeinem Grund unterstützen will oder bei der ich eine emotionale Bindung habe.
    EBooks sind mir zwar kein Feindbild mehr, ich persönlich benutze sie allerdings nahezu gar nicht. Höchstens die kostenlosen Klassiker, und auch die nur, wenn ich keine halbwegs leistbare Druckausgabe auftreiben kann.
    In Sachen Journalismus und Bloggen allgemein, habe ich zwar noch keinen paid content gebucht, wäre allerdings, glaube ich, aufgeschlossen.
    Vielen Dank nochmal für die Zusammenstellung!

  25. Filmblog am 27. Oktober 2014 um 14:59:

    Bei mir ist es so, dass ich bei digitalen Inhalten nur dann einen Unterschied mache, wenn es um Filme geht. Ich finde es einfach merkwürdig, dass Filme oftmals als digitale Variante genauso teuer oder lediglich 10% günstiger sind.

    Filme haben da einen idellen Wert, ich möchte sie sammel und weigere mich daher (noch), Filme nur digital zu erwerben. Anders sieht es bei Mp3 aus, wo ich gerne etwas für zahlen. Wenn mir ein Album aber gut gefällt, dann muss ich es auch „analog“ haben und mir ins Regal stellen können.

    Gerade wenn man etwas plastisch fühlen kann, fühlt man auch eine gewisse Wertigkeit. Allerdings verdeutlicht das Gimp-Beispiel (komme damit immer noch nicht klar), dass digitale Produkte ihr Preis haben (müssen)

  26. Caro am 7. November 2014 um 16:45:

    Tatsächlich ist es so, dass ich mich an das Kaufen von digitalen Inhalte erst gewöhnen musste. Immerhin bezahle ich Geld und erhalte dafür nichts Greifbares.

    Trotzdem kaufe ich inzwischen sehr viele digitale Produkte. Angefangen hat es mit Steam (Spiele Plattform von Valve). Die haben immer wieder ziemlich gute Angebote, und wenn ich ein interessantes Spiel dort für die Hälfte des regulären Preises bekomme, schlage ich zu. Hin zu kommt, dass ich schon seit 3,5 Jahren einen E-Reader habe. Ich lese die meisten Bücher auf englisch. Die sind dann als E-Book aufgrund der fehlenden Buchpreisbindung in den USA/Kanade/UK auch deutlich günstiger. Ich bin bereit, für gute Apps Geld auszugeben (auch mal etwas mehr, z. B. Zombie Run). Alle meine Hörbücher kommen von Audible.

    Wesentlich, besonders bei E-Books, Spielen und Hörbüchern, ist für mich der Preisvorteil. Ich als Kunde habe mit dem Erwerb der digitalen Produkte einen wesentlichen Nachteil – ich kann sie nicht weiterverkaufen. Diesen Nachteil nehme ich nur in Kauf, wenn das Produkt dafür im Erwerb günstiger ist.

  27. Ragnar am 14. Dezember 2014 um 21:09:

    Ich kaufe CDs, weil ich das Artwork, die Cover, die Booklets, die Texte liebe.
    Ich bezahle die auch gerne, weil ich nicht erwarten kann, dass ein Künstler
    textet, komponiert, ins Studio geht, aufnimmt, seine Plattenfirma pressen und
    drucken lässt, die CDs vertreibt, bewirbt…und ich mir die dann einfach nehme
    ohne dafür zu bezahlen? Das würde ich als Diebstahl empfinden.
    Ich kaufe Bücher, weil ich gebundene Ausgaben, besondere Einbände, Dünndruck,
    Lesebändchen, Lesezeichen und das Flair meiner ständig wachsenden Bibliothek
    als Ort der Ruhe und Entspannung liebe.
    Ich kaufe Filme, weil ich es da genauso sehe wie bei den CDs.
    Ich bezahle Apps, die mich interessieren, weil ich auch da die geleistete Arbeit
    nicht einfach abgreifen, sondern honorieren möchte.
    Und ich bevorzuge immer noch die Zeitschrift in Printform…

  28. Warum ich CoSchedule liebe | Anne.de am 28. März 2015 um 7:00:

    […] und die kommenden zwei, drei Wochen zu planen Daher finde ich den Preis gerechtfertigt (über den Geiz beim Bezahlen für digitale Inhalte habe ich ja neulich mal […]

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